Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

VfL-Vorsitzender Konstantin Muffert tritt zurück

VfL-Vorsitzender Konstantin Muffert (li.) ist zurückgetreten. Vorerst wird der Verein von Vize Mirco Steinberg und Kassenwartin Maja Waburg geführt

Gerade hatte sich beim VfL Jesteburg alles eingerenkt: Ein mehrköpfiger Beirat soll künftig dem Vorstand zur Seite stehen (das WOCHENBLATT berichtete). Doch nun sorgt VfL-Vorsitzender Konstantin Muffert für einen Paukenschlag. Nachdem er von seinen angekündigten Rücktritt nach der Satzungsänderung Abstand genommen hatte, legte er sein Amt nun doch überraschend zum 30. Juni nieder. Nun sucht Vize Mirco Steinberg nach einem neuen Vereinschef.

mum. Jesteburg. Ende März schien es so, dass der VfL Jesteburg die Weichen für die Zukunft erfolgreich gestellt hat. Während der Jahreshauptversammlung stimmten die Mitglieder einer neuen Organisationsstruktur zu. Danach unterstützen künftig fünf Beiräte den Vorstand um den Vorsitzenden Konstantin Muffert, seinen Vize Mirco Steinberg sowie Schatzmeisterin Maja Waburg. Darüber hinaus sollen sich Arbeitsgruppen um unterschiedliche Aspekte des Vereins kümmern. Beispielsweise wurde die Arbeitsgruppe Strategieentwicklung gegründet. Sie soll unter der Führung von Wolfgang Günl - er leitet auch die Radsportabteilung - neue Ideen entwickeln, um den VfL zukunftsfähig zu machen. Nun muss Günl sehr schnell aktiv werden, denn Muffert ist als Vorsitzender des VfL Jesteburg zum 30. Juni zurückgetreten.
"Ich bin seit Mai in einem neuen Umfeld tätig und bundesweit unterwegs", erklärt Muffert seinen überraschenden Rücktritt. Zuletzt arbeitete er als freier Journalist. "Mir fehlt die Zeit, um den VfL in der Form zu unterstützen, die notwendig ist. Ich möchte mich bei den Mitgliedern und den Abteilungsleitern für ihr Vertrauen bedanken." Ganz besonders danke er seinem Stellvertreter Mirco Steinberg. "Er hat mich 2015 an Bord geholt und ist für mich ein Paradebeispiel für ehrenamtliches Engagement. Ich hoffe, dass es ihm, den Abteilungsleitern und den Beiräten gelingen wird, den VfL für die Zukunft fit zu machen", so Muffert.
"Ich habe Konstantin in den vergangenen drei Jahren als fairen Sportsmann und gewissenhaften Menschen kennengelernt", so Vize Steinberg. "Ich kann ihn zu 100 Prozent verstehen. Konstantin hat Familie und ist in der Woche nicht mehr in Jesteburg. Da versteht es sich von selbst, dass er zumindest das Wochenende ohne Einschränkung mit der Familie verbringen möchte." Für seinen weiteren Werdegang wünscht ihm Steinberg im Namen des VfL-Vorstands  alles Gute, persönlichen Erfolg und vor allem Gesundheit.
Vorerst wird Steinberg gemeinsam mit Maja Waburg (Schatzmeisterin) die Geschäfte führen. "Tatkräftige Unterstützung erhalten wir von unserem neu gewählten Beirat", so Steinberg. Dabei handelt es sich um Michael Ortmüller, Helmut Meyer, Dietmar Schmidt, Heiko Luger, Birgit Kruse und Winfried Kragge.
Bei Steinberg ist der VfL in guten Händen. Der Jesteburger führt seit mehr als 20 Jahren das Sportgeschäft "TeaM Sports". Steinberg ist seit mehr als 40 Jahren VfL-Mitglied, seit 30 Jahren trainiert er Kinder- und Jugend-Mannschaften. Zwischen 1998 und 2013 zeichnete Steinberg als Liga-Obmann für die Liga-Mannschaft des VfL verantwortlich.
Steinberg hat jedoch nicht vor, das Amt des Vorsitzenden zu übernehmen. Aus diesem Grund richtet er einen dringenden Appell an die VfL-Mitglieder: "Wer Interesse hat, als neuer Vorsitzender des VfL Jesteburg zu kandidieren, der kann sich jederzeit gern bei mir melden."
Wie berichtet, hatten Muffert, Steinberg und Waburg im Herbst vorigen Jahres angekündigt, ihre Vorstandsjobs an den Nagel hängen zu wollen. "Die Gründe sind vielfältig", hatte Muffert erklärt. "In erster Linie liegt es daran, dass wir nicht über die Zeit verfügen, die mittlerweile erforderlich ist, um dem Verein gerecht zu werden. Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass ein Verein dieser Größe eine professionelle Struktur benötigt, um den Mitgliedern nicht nur jetzt, sondern auch in Zukunft ein attraktives Angebot bieten zu können." Das Trio hatte vieles versucht, um eine Lösung zu finden. Unter anderem organisierten sie einen Workshop unter professioneller Anleitung. "Das Interesse und die Beteiligung waren sehr gut", sagt Steinberg. Fast 70 Mitglieder hätten sich eingebracht.