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"Thema Oertzen nicht öffentlich diskutieren"

Helmut Pietsch (SPD) (Foto: SPD)

Sommer-Interview: SPD-Chef Helmut Pietsch.

mum. Jesteburg. Das WOCHENBLATT nimmt das Ende der Ferien zum Anlass, bei den fünf Parteien nachzufragen, welche Themen für sie relevant sind. WOCHENBLATT-Redakteur Sascha Mummenhoff sprach mit den Fraktionsspitzen Britta Witte (CDU), Birgit Heilmann (Grüne), Helmut Pietsch (SPD) sowie mit Hansjörg Siede (UWG Jes!-Vorsitzender) und Philipp-Alexander Wagner (FDP). Nachdem bereits Witte und Heilmann vor zwei Wochen sowie Siede und Wagner vergangene Woche zu Wort kamen (nachzulesen unter www.kreiszeitung-wochenblatt.de), folgt nun Pietsch.

WOCHENBLATT: Welches politische Thema hat Sie lokal in den vergangenen sechs Monaten besonders bewegt?
Helmut Pietsch: Wie schwierig manchmal die Umsetzung (scheinbar) einfacher Aufgaben ist. Etwa die Aufstellung einer längst beschlossenen Ampel am Schierhorner Weg und wie wir dadurch das Engagement der Betroffenen strapazieren - ohne etwas dafür zu können. Andererseits: Wie viele Bürger bei unserem Aktionsabend zum Thema "Insekten" mitdiskutiert haben und wie die Erkenntnis gewachsen ist, dass das natürlich auch ein politisches Thema ist.
WOCHENBLATT: Welche politischen Mitbewerber haben Sie am meisten überrascht - oder verärgert?
Pietsch: Ärgerlich sind grundsätzlich immer die Aktionen von Kollegen und Kolleginnen, die den Anschein erwecken, dass es einfache Lösungen gäbe, wenn die Sachlage komplex ist; und die das dann gern vermischen mit Vorhaltungen. Etwa gegen die Verwaltung oder Ratskollegen. Andererseits aber nicht in der Lage oder nicht Willens sind, die Zusammenhänge auch fundiert aufzuzeigen. Die einfachen Lösungen scheitern dann, dadurch wird bei den Bürgern Frust erzeugt, das gefährdet letztendlich das Vertrauen in die (Kommunal-)Politik insgesamt.
WOCHENBLATT: Auf welches Ergebnis aus der Ratsarbeit sind Sie besonders stolz?
Pietsch: Dass wir gegen alle internen und externen Widerstände das Projekt "Famila" auf der Schiene gehalten haben.
WOCHENBLATT: Welches Thema wird nach der Sommerpause von besonderer Bedeutung für Jesteburg?
Pietsch: Finanzen, Finanzen, Finanzen - vor dem Hintergrund der überraschenden außerordentlich hohen Rückzahlung von Steuern, die Jesteburg zu leisten hat und die unseren Haushalt enorm strapazieren und die Möglichkeiten zur Investition in den nächsten Jahren erheblich einschränken wird.
WOCHENBLATT: Wie geht es im Fall von Henning Oertzen weiter? Wird er Gemeindedirektor?
Pietsch: Das ist letztendlich eine Personalangelegenheit, die wir nicht öffentlich diskutieren sollten. Grundsätzlich ist das Vertrauen in unsere Verwaltung groß.
WOCHENBLATT: Danke für das Gespräch.

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