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Der Jesteburger Kirchturm wird 250 Jahre alt

Pastorin Ellen Kasper (li.) und Heidi Seekamp von der St.-Martins-Kirchengemeinde haben ein Kochbuch herausgegeben (Foto: privat)
 
1768 wurde der freistehende Kirchturm erbaut - seit 250 Jahren beherbergt er die Kirchenglocken (Foto: privat)
250 Jahre Kirchturm: St.-Martins-Kirchengemeinde Jesteburg veröffentlicht ein Kochbuch

as. Jesteburg. Er gilt für viele Jesteburger als Wahrzeichen des Ortes: Der Kirchturm der St.-Martins-Kirchengemeinde. In diesem Jahr wird der freistehende hölzerne Glockenturm 250 Jahre alt.
Anlässlich dieses Jubiläums gibt die Kirchengemeinde das Kochbuch "St. Martin kocht & backt" in einer überarbeiteten Neuauflage heraus und lädt ein zum festlichen Gottesdienst am Samstag, 22. September.
Der Festakt beginnt um 16 Uhr im Gemeindehaus (Kirchweg 10) in Jesteburg. Bei Kaffee und Kuchen präsentiert der Jesteburger Arbeitskreis für Heimatpflege Fotos des Bauwerks und berichtet von der Geschichte des Kirchturms. Um 18 Uhr findet in der Kirche ein feierlicher Gottesdienst zu Ehren des historischen Holzbaus statt. Der Kirchenchor, Dr. James Sims an der Trompete und Claudia Zülsdorf an der Orgel sorgen für den musikalischen Rahmen.
Und natürlich ist dort auch das neue Kochbuch erhältlich: "St. Martin kocht & backt" präsentiert auf 63 Seiten leckere Rezepte, die im Zusammenhang mit dem Gemeindeleben im Kirchenjahr stehen. Der Bildband ist eine Hommage an die Erstausgabe von 1986, die vom damaligen Mütterkreis initiiert wurde.
Neben Rezepten für Klassikern wie dem St. Martins Punsch, dem Jesteburger Pfeffertopf, Lüllauer Kartoffelsuppe oder der Jesteburger Pfingstbowle finden sich auch viele neue Rezepte, z.B. für Chili sin carne oder eine afrikanische Linsensuppe - von Salaten, Suppen und Schmorgerichten bis zu Süßspeisen. In der "kulinarischen Chronik" der Jesteburger Kirchengemeinde befinden sich auch Rezepte aus der Nachkriegszeit, z.B. für "Omas Brotpudding". "Wir können von den alten Köchinnen lernen, wie man achtsam und respektvoll mit Lebensmitteln umgeht", sagt Pastorin Ellen Kasper. "In der Küche dieser Frauen wurde alles irgendwie verwertet und nachhaltig gekocht. Im Brotpudding wird beispielsweise altes Brot verarbeitet."
Die ausgewählten Rezepte haben sich auf vielen Veranstaltungen rund um den Kirchturm bewährt. Einen Überblick über die Geschichte des Glockenturms gibt das Vorwort von Hans Heinrich Wolfes. Der ehemalige Samtgemeinde-Archivar Jesteburgs hat interessante Informationen rund um den Turm und die historischen Kirchenglocken zusammengestellt.
• "St. Martin kocht & backt" gibt es für 15 Euro im Kirchenbüro und im Jesteburger Buchladen. Der Erlös geht an den Förderkreis der St.-Martins-Kirchengemeinde Jesteburg.

Der Glockenturm von 1768

Der hölzerne Glockenturm der St. Martins Kirchengemeinde wurde 1768 in Jesteburg erbaut. Das freistehende, knapp 15 Meter hohe Gebäude ist heute denkmalgeschützt.
Historiker vermuten, dass der Turm mit Abstand zum Kirchengebäude errichtet wurde, weil die Mauern der 1841 abgerissenen Feldsteinkirche von 1202 baufällig waren.
Der Turm beherbergt die drei Kirchenglocken. Die kleinste Glocke stammt aus der Zeit um 1200. Sie ist eine der ältesten Kirchenglocken in Norddeutschland, die noch im Einsatz ist und mit rund 800 Jahren das älteste Zeugnis der nachweisbaren Jesteburger Ortsgeschichte.
2002 hat die politische Gemeinde Jesteburgs der Kirchengemeinde eine neue Holztreppe für den Glockenturm geschenkt. 2013 hat die Hannoversche Landeskirche den Turm für 100.000 Euro saniert.