Abschlussveranstaltung "Hollerweg": Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum Welterbe
Altes Land: Die Jugend bewahrt das Vergangene

Sie waren mit Leidenschaft, Herzblut und Fachkompetenz dabei: die Mitglieder der interkommunalen Arbeitsgruppe Welterbe
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ab. Jork. "Der Hollerweg trägt jetzt auch Ihre Handschrift." Mit diesen Worten lobte Jorks Bürgermeister Matthias Riel kürzlich im Jorker Schulzentrum alle, die am Projekt "Der Hollerweg im Alten Land - Den Anfang verstehen, das Erbe erleben" mitgewirkt hatten. Dort wurde der Großteil der Ergebnisse ausgestellt und erläutert. 

Mit einer "wahnsinnigen Energieleistung", so Riel, hätten sich die Mitglieder der interkommunalen Projektgruppe Welterbe aus der Samtgemeinde Lühe und der Gemeinde Jork in das Projekt eingebracht. "Mit viel Leidenschaft, Herzblut und Kompetenz." Und das bereits, um einen Antrag für das Projekt auf den Weg zu bringen, dessen Förderbescheid im Juli vergangenen Jahres im Zuge des "Europäischen Kulturerbejahres 2018 - Sharing Heritage" im Jorker Rathaus eingegangen war.

Mit 86.100 Euro förderte die Bundesregierung das Vorhaben. Unter anderem darum, weil auch Schüler aus Jork und Steinkirchen darin eingebunden wurden. "Junge Menschen waren aufgefordert, sich mit der Geschichte des Alten Landes zu befassen", sagte der Bürgermeister. Mit dem Projekt "Hollerweg" werde etwas für sie geschaffen, für "die Erben der Erben", die hier den roten Faden bildeten. In Richtung Schüler sagte der Verwaltungschef: "Bei allem, was wir gemacht haben: Die Jugend steht im Mittelpunkt."

Und die zeigte, was sie geleistet hatte: Schülerinnen und Schüler des Schulzentrums Jork und der Oberschule Steinkirchen stellten in Referaten sechs der geplanten 20 Zeitfenster zum Alten Land vor, ein Blick in die noch heute wirkende und erlebbare Vergangenheit, darunter die Prunkpforten, der Borsteler Hafen und der Deichbau. Die Themen hatten sie im Rahmen zweier Wahlpflichtkurse erarbeitet. Die Zeitfenster sollen auch über eine extra erstellte App (Hollerweg im Alten Land) abrufbar sein bzw. an den jeweiligen Orten mit einem QR-Code für weitere Infos versehen werden.

Weitere Teile des Projektes sind ein Bildungspaket, das als abrufbares Lehrmaterial mit mehr als 120 Einzeldateien über das Alte Land auf dem Niedersächsischen Bildungsserver NiBiS zum Abruf bereitsteht. Dazu gehören auch zwei Ausstellungen im Museum Altes Land in Jork: über die Baukunst im Alten Land und anlässlich seines 300. Todestages über den Orgelbauer Arp Schnitger. 

Außerdem wurden drei Konzepte für das Projekt erstellt: das Drehbuch- und Workshop-Konzept "Jugend-Gästeführungen", bei dem Jugendliche in historischen Rollen die Funktion eines Gästeführers für Jugendliche und Kinder übernehmen, das Konzept Museumsabteilung "Landschaft in Gezeiten" - die neue wasserbauliche Abteilung im Museum Altes Land wird als Ausgangspunkt für die Zeitfenster geplant. Und das Konzept Freigelände "Wasserbautechnik": Am Grünendeicher Hafen sollen Kinder auf einem Freigelände das Thema Wasserbau aktiv miterleben können.

Für die Umsetzung des zweiten und dritten Konzepts hoffen die Beteiligten auf finanzielle Mittel als Leader-Region - und durch das Projekt "Hollerweg" einen wichtigen Schritt auf die Anerkennung als Weltkulturerbe.

Sie waren mit Leidenschaft, Herzblut und Fachkompetenz dabei: die Mitglieder der interkommunalen Arbeitsgruppe Welterbe
Die Ausstellungen über die Baukunst im Alten Land und den Orgelbauer Arp Schnitger sind Teil des Projekts

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