Antrag auf Förderung zurückgestellt
Altes Land will Weltkulturerbe werden

Alte Fachwerkhäuser mit Reetdächern und die Altländer Tore prägen unter anderem das Bild des Alten Landes
  • Alte Fachwerkhäuser mit Reetdächern und die Altländer Tore prägen unter anderem das Bild des Alten Landes
  • Foto: archiv/bc
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wei. Altes Land. Schon länger war es recht still um die Bewerbung des Alten Landes zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das bedeute aber nicht, dass nicht weiter daran gearbeitet wurde, so Kerstin Hintz, Erste Vorsitzende des "Vereins für die Anerkennung des Alten Landes zum Welterbe der UNESCO". Es wurde stetig an der inhaltlichen Ausarbeitung der Bewerbung gearbeitet, um die Chancen zu erhöhen. Die Bewerbung sei zudem ein sehr komplexer und langer Prozess. Auf dem Weg zum Weltkulturerbe gebe es drei Kategorien, in die eine Bewerbung abgelegt werden kann. In der zweiten Kategorie befindet sich das Alte Land. Das bedeutet, es werde durchaus Potenzial im Alten Land gesehen, aber die Bewerbung müsse inhaltlich noch stärker ausgearbeitet werden.

Zunächst war das Vorstandsteam sehr enttäuscht, als das Alte Land 2014 nicht angenommen worden war. Aber nachdem die Vereinsmitglieder sich wieder zusammengerauft und neu sortiert hatten, wurde in den Jahren 2015 und 2016 intensiv angefangen, Besonderheiten des Alten Landes herauszuarbeiten, erzählt die Erste Vorsitzende. 2017 kam dann der Ratsbeschluss, der als Grundlage des Antrages der Gemeinden Lühe und Jork gelten sollte, eine erneute Nominierung vorzubereiten. So wurde die Geschichte der Landschaft stärker herausgearbeitet, Bildungsprojekte vorangetrieben und interkommunale Arbeitsgruppen gegründet. Ein Fokus lag dabei auf der Tatsache, dass das Alte Land eine sogenannte Hollerkolonie ist, erklärt Hintz. Das bedeutet, das Alte Land ist eine Kopie von holländischen Siedlungskulturen in Europa. Dabei handelt es sich um überwiegend durch niederländische Siedler planmäßig angelegte Kulturlandschaften. Das Besondere im Alten Land: Hier seien diese Landschaften besser erhalten als in anderen europäischen Gebieten und sogar den Ursprungslandschaften in den Niederlanden.

Kurzfristiger Antrag auf Förderung wurde zurückgestellt

Erst vor kurzem hörte der Verein von einem laufenden Vorschlagsverfahren für die neuen Vorschlagslisten. Deshalb reichte der Verein kurzfristig einen Antrag auf eine Fördersumme von 40.000 Euro auf Kreis- und Gemeindeebene ein. Das war aber nicht mit dem Landrat und den Bürgermeistern der beiden Gemeinden abgesprochen gewesen, erklärte Hintz. Bei der Sitzung des Kulturausschusses in Stade wurde dieser Antrag zunächst auf einen späteren Zeitpunkt zurückgestellt. Es solle aber weiterhin darüber beraten werden.
Die Vorsitzende des Vereins betonte, dass es keine böse Absicht war, den Landrat und auch die Bürgermeister nicht über diesen Antrag zu informieren. Für den Verein herrschte in dieser Situation jedoch dringender Handlungsbedarf, da er danach strebe das Alte Land auf die Welterbeliste der UNESCO zu bringen. "Das Weltkulturerbe ist unser Ziel, aber dazu benötigt es auch viele Teilziele", erklärt Hintz.

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