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"Altländer Hof": Das Pokern nimmt kein Ende

Die Vermarktung des knapp 2.000 Quadratmeter großen Grundstücks am Obstmarschenweg entwickelt sich zu einer unendlichen Geschichte
  • Die Vermarktung des knapp 2.000 Quadratmeter großen Grundstücks am Obstmarschenweg entwickelt sich zu einer unendlichen Geschichte
  • hochgeladen von Björn Carstens

bc. Jork/Buxtehude. Die Brandruine "Altländer Hof", um die sich so viele Geschichten ranken (siehe unten), ist begehrt. Das wurde bei der Zwangsversteigerung vor dem Buxtehuder Amtsgericht deutlich. Fünf potenzielle Käufer lieferten sich einen mehr als einstündigen Bietpoker um das Grundstück in Jork - letztlich ohne Ergebnis.

Einen neuen Eigentümer gibt es immer noch nicht, weil die Sparkasse Harburg-Buxtehude, Hauptgläubigerin der insolventen Eigentümerin Sandra T., mit dem Höchstgebot von 101.000 Euro nicht einverstanden war. Das Kreditinstitut will mehr Geld herausschlagen. Es sitzt noch auf einem Berg von Forderungen in Höhe von über 150.000 Euro.

Die Vermarktung des knapp 2.000 Quadratmeter großen Grundstücks am Obstmarschenweg entwickelt sich zu einer unendlichen Geschichte. Der erste Versuch, das 2011 abgebrannte Restaurant unter den Hammer zu bekommen, scheiterte vor fast einem Jahr. Damals fand sich kein Bieter. Jetzt kamen die Interessenten aus der Deckung.

Wie zum Beispiel Zimmerer Uwe Fischer aus Jork, der bis 75.000 Euro mitbot. Er möchte dort ein Wohngebäude erstellen in ähnlichem Baustil wie das denkmalgeschützte Fachwerkhaus "Altländer Hof". Hotelier Heinrich zum Felde ("Villa Altes Land") zog bis 100.000 Euro mit. Er plant den Bau eines Gast- oder Wohnhauses, ebenfalls mit Fachwerk. "Allerdings ohne Reet. Aus versicherungstechnischen Gründen", sagt der Geschäftsmann.

Überboten wurde zum Felde nur von einer GbR mit bekannten Namen als Gesellschafter, u.a. die Unternehmer Dierk Heins ("HBI") und Christoph Frenzel ("Frenzel und Frenzel"). Die Investoren-Gemeinschaft plant dort den Bau von Wohnungen: "Bei den Gestaltungsmöglichkeiten haben wir uns mit der Gemeinde abgestimmt", sagt Christoph Frenzel. Kritisch beäugt er das Verhalten der Sparkasse: "Warum beauftragen sie nicht gleich einen Makler, statt ein aufwendiges Versteigerungsverfahren durchzuziehen, wenn sie den Zuschlag ohnehin verweigern?"

Das Grundstück hat einen gutachterlich festgelegten Verkehrswert in Höhe von 137.000 Euro. "Das Meistgebot lag deutlich unter dem, was wir uns vorstellen", so Sparkassen-Vorstandssprecher Andreas Sommer auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Wann es zu einem neuen Versteigerungstermin kommt, kann er nicht sagen. Die Frist für die Anmeldung beträgt sechs Monate. Sommer will nicht ausschließen, dass das Grundstück jetzt im freihändigen Verkauf einen neuen Eigentümer findet: "Offensichtlich gibt es ja ein vitales Interesse."

Katrin Hörschelmann, anwaltliche Vertreterin der Sparkasse, hält die Wahrscheinlichkeit für einen freien Verkauf jedoch für relativ gering: "Es wird schwer, alle Gläubiger unter einen Hut zu bekommen."

Eine weitere Frage bleibt: Wie lange müssen die Bürger noch mit der Ruine leben?

- Ein Altländer Krimi: Der Jorker Andreas S. wurde im März 2011 Opfer eines nächtlichen Überfalls, den seine Ex-Freundin Sandra T., insolvente Eigentümerin des "Altländer Hofes" und des Restaurants "Herbstprinz", und ihr heimlicher Geliebter Marc W. verübt haben sollen. T. wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, W. musste ins Gefängnis. Kurz nachdem Sandra T. 2011 aus der U-Haft entlassen wurde, brannte der "Altländer Hof" ab. Auf den Tag genau ein Jahr nach dem Anschlag fackelte auch der "Herbstprinz" ab. Andreas S. war früher Wirt des "Herbstprinz".

Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

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