Mülltonnen und Sperrmüll müssen zur Sammelstelle gebracht werden
Anwohner in Wisch sind verärgert über Müllentsorgung

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sla. Wisch. Das seit zwei Jahren andauernde Problem um die Müllentsorgung im Landkreis Stade reißt nicht ab. Nun sind auch Petra Schliecker und ihre Nachbarn verärgert. 17 Haushalte, darunter auch ältere Anwohner, müssen bei jedem Wind und Wetter im rund 300 Meter langen Burweg neben dem Fährhaus Kirschenland ihre Mülleimer zur Sammelstelle an der K 39 rollen, ebenso wie Sperrmüll und Weihnachtsbäume. "Jahrelang wurden unsere Mülleimer an den Grundstücken von der Müllabfuhr entleert und die Müllwagen wendeten am Ende der Straße auf einer Hofeinfahrt", berichtet Anwohnerin Petra Schliecker. Mit einem Schreiben vom 11. Mai wurden die Anwohner erstmals darüber informiert, dass die Straße aufgrund aktueller Unfallverhütungsvorschriften durch das Fehlen einer geeigneten Wendeanlage für die Abfallsammelfahrzeuge künftig nicht mehr befahren werden darf. Ende Mai folgte ein weiteres Schrei-ben vom Landkreis, mit dem die sofortige Vollziehung dieser Festsetzung zum 7. Juni angeordnet wurde, gegen die Anwohner Wolfgang Höppner Widerspruch einlegte. Auch Petra Schliecker ließ nichts unversucht, sprach bei einem Treffen mit mehreren Politikern wie dem CDU-Landtagsabgeordneten Helmut Dammann-Tamke, SPD-Landratskandidat Björn Protze sowie den FDP-Kreistagsabgeordneten und Jorker Ratsherr Peter Rolker über die Müllentsorgungsproblematik im Burweg. Zudem führte sie mit Arne Krüger von der Gemeinde Jork ein längeres Gespräch und trug auch bei der Bürgerfragestunde in der Gemeinderatssitzung ihr Anliegen vor. Die Erklärung der Gemeinde, dass mehr als 30 andere Straßen in Jork von dieser Problematik betroffen seien, war für die Anwohner im Burweg keine akzeptable Erklärung.

Petra Schliecker zeigt den bisherigen Wendeplatz, für den die private Eigentümerin keine Haftungsfreistellungserklärung unterzeichnen möchte
  • Petra Schliecker zeigt den bisherigen Wendeplatz, für den die private Eigentümerin keine Haftungsfreistellungserklärung unterzeichnen möchte
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Kreisbaurätin Madeleine Pönitz gab auf WOCHENBLATT-Nachfrage folgende Erklärung: Seit Herbst 2020 ist laut Kreis-Abfallbewirtschaftungssatzung eine Haftungsfreistellungserklärung bei privaten Grundstücken nötig, die die Grundstückseigentümerin vom bisherigen Wendeplatz nicht unterschreiben möchte, auch das Rückwärtsfahren sei den Müllwagenfahrern aufgrund der Unfallverhütungsvorschriften nicht mehr möglich. "Als Alternative haben wir den Anwohnern einen neuer Wendeplatz am Ende der Straße an einem Wirtschaftsweg auf einem Grundstück der Gemeinde in Aussicht gestellt", so Arne Krüger von der Jorker Verwaltung. Landkreis und Gemeinde seien im Gespräch zum Kauf des entsprechenden Grundstücks.
Keine gute Lösung, finden die Anwohner aufgrund der Kosten und des Gefahrenpotentials nicht nur für Müllwagen, sondern auch für die dortigen Anwohner mit spielenden Kindern.

Am Ende des Burwegs soll eventuell ein neuer Wendeplatz für die Müllwagen angelegt werden
  • Am Ende des Burwegs soll eventuell ein neuer Wendeplatz für die Müllwagen angelegt werden
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Beim Ortstermin mit dem WOCHENBLATT ergab sich ein neuer Lösungsansatz: Der ursprüngliche Wendeplatz mit der privaten Hofeinfahrt liegt womöglich teils auf öffentlichem Grund. Dadurch würde der Einsatz von Müll-Bonsais möglich, also kleine, wendige Müllwagen, wie sie in der Gemeinde Jork bereits in einigen Straßen eingesetzt werden. "Eine persönliche Prüfung könnte hier Klärung bringen", so Schliecker. Die Kreisbaurätin kündigte jetzt einen Ortstermin mit Vertretern der Abfallentsorgungsfirma Karl Meyer AG und der Jorker Gemeinde noch für diese Woche an.
Übrigens: Die Abholung der Gelben und der Blauen Abfalltonnen ist weiterhin an den Grundstücken im Burweg möglich.

Autor:

Susanne Laudien aus Buxtehude

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