Aktion gegen Gewalt an Frauen
Das Schweigen soll gebrochen werden

Gleichstellungsbeauftragte, Sinur Aziz, geht als Beispiel voran und zeigt wie es geht
  • Gleichstellungsbeauftragte, Sinur Aziz, geht als Beispiel voran und zeigt wie es geht
  • Foto: Gemeinde Jork
  • hochgeladen von Maria Weigl

wei. Jork. "Wir brechen das Schweigen" ist eine Aktion vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Zusammen mit dem Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" wird dabei zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am Mittwoch, 25. November, dazu aufgerufen, das Schweigen zu brechen. Auch die Gemeinde Jork beteiligt sich und ruft zur Mitmachaktion auf. Die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde, Sinur Aziz, geht als Beispiel voran und zeigt wie es geht. Seit Montag läuft die Aktion.

So geht's:

Ein Selfie mit dem Aktionsschild des Hilfetelefons unter dem Hashtag #schweigenbrechen in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Instagram posten oder das Aktionsmotiv im Netz teilen. Wimpel, Banner, Fahnen oder Schilder können auf der Seite des Hilfetelefons (www.hilfetelefon.de/kampagnen-aktionen/aktionen/schweigen-brechen.html) heruntergeladen werden.

Gerade in Corona-Zeiten sei es wichtig, dass 24 Stunden jemand da ist, so Aziz. Der Gleichstellungsbeauftragten liegt das Thema sehr am Herzen, denn oft werden die Frauen nicht ernst genommen und trauen sich deswegen nicht, über erfahrene Gewalt zu sprechen. "Die Dunkelziffer von häuslicher Gewalt ist extrem hoch", sagt die Jorker Gleichstellungsbeauftragte. Auch sie hat schon erlebt, wie indirekt nach Hilfe gefragt wurde. So fallen am Telefon Sätze wie "Ich kenne jemanden..." oder "Eine Freundin...". Das soll sich in Zukunft ändern. Die Aktion soll den Frauen Mut machen, über das Thema zu sprechen und sich Hilfe zu suchen.

Zudem findet in der Gemeinde Jork vom 25. November bis zum 10. Dezember die Kampagne "16 Tage gegen häusliche Gewalt" unter dem Motto "Gewalt kommt nicht in die Tüte" statt. Diese Aktion wird in Zusammenarbeit mit regionalen Bäckereien organisiert.

Das Hilfetelefon

Das bundesweite Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" wurde am 6. März 2013 beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben in Köln für Gewaltopfer eingerichtet. Als erstes bundesweites Beratungsangebot steht es den Frauen, die Gewalt erlebt haben, rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr, vertraulich und kostenfrei zur Verfügung. Auch Angehörige, Freunde sowie Fachkräfte können die Beratung des Hilfetelefons anonym und kostenfrei in Anspruch nehmen.
• Betroffene können sich telefonisch unter 08000 116 016 Hilfe und Beratung suchen.
• Mehr Informationen zum Hilfetelefon gibt es unter www.hilfetelefon.de.

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