Kritisch: Trotz Einbahnstraßenschild wird Osterjork befahren
Ein kurzes Stück als Geisterfahrer durch Jork

Einfach dreist: Die Einbahnstraßenschilder werden schlichtweg ignoriert
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  • hochgeladen von Alexandra Bisping

ab. Jork. Es ist nur ein kurzes Stück Straße, das während der Baumaßnahme an der L140, Osterjork, kurz vor dem Kreisel Ostfeld als Einbahnstraße gekennzeichnet ist. Aber wohl gerade deshalb ignorieren einige Autofahrer die Verkehrsschilder und fahren durch. Denn wer sich an die Baken mit den Einbahnstraßenschildern stellt, kann immer wieder beobachten, wie die Straße eiskalt passiert wird. Ungefährlich ist das nicht - denn Gegenverkehr kommt.

Die Baumaßnahme an der L140 in Jorks Ortsmitte, einer allein durch das hohe Pendleraufkommen nach oder aus Hamburg kommend stark befahrenen Straße, befindet sich seit Anfang Mai im dritten und letzten Abschnitt. Bis voraussichtlich Oktober soll diese laut Niedersächsischer Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr andauern. Die Länge der Baustelle beträgt 530 Meter, die Fahrbahn ist einspurig. Der Verkehr wird, aus Königreich kommend, vor der Baustelle durch eine Ampel geregelt. Wer die Umleitung gefahren ist, steht ebenfalls vor einer Ampel. Was aufgrund der Länge der Baustelle einige Minuten Wartezeit mit sich bringt.

Die Umleitung über die K39, die man wegen der Einbahnstraßenregelung kurz vor dem Kreisel fahren müsste, dauert nur wenige Minuten. Sie führt von der Straße Jorkerfelde über die Straße Ostfeld und den gleichnamigen Kreisel wieder auf die Straße Osterjork Richtung Königreich zurück. Das ist länger, als verkehrt herum die Einbahnstraße zu nehmen, was wiederum keine gute Idee ist, sagt Polizeipressesprecher Rainer Bohmbach. "In den vergangenen Tagen häufen sich die Beschwerden von Verkehrsteilnehmern aus Richtung Königreich, denen Autofahrer in der Baustelle aus der Gegenrichtung entgegenkommen", sagt er. Das habe schon mehrfach zu brenzligen Situationen geführt. Vor allem im morgendlichen Berufsverkehr zwischen sechs und acht Uhr soll es kritische Vorfälle gegeben haben, "aber bestimmt auch zu anderen Zeiten, die wir gar nicht mitbekommen", meint Bohmbach und ergänzt: "Zum Glück hat es noch keinen Unfall gegeben. Bislang sind weder Personen noch Autos zu Schaden gekommen."

"Am ersten Tag, als die Einbahnstraße eingerichtet worden ist, hat es das reinste Verkehrschaos gegeben", sagt eine Anwohnerin, deren Haus nahe dem Kreisel steht. Es habe sich in alle Richtungen gestaut. Noch heute könnten sie und ihr Mann sehen, wie die Einbahnstraße falsch herum befahren werde. "Und häufiger begegnen sich dann die Geisterfahrer und der reguläre Verkehr. Es gibt regelmäßig Hupkonzerte."
An den Wochenenden kämen viele Autofahrer die Einbahnstraße falsch herum langgefahren. "Manchmal sind es richtige Massen." Dass es trotz des Schildes gemacht werde, verwundert sie. "Es ist eine Rechtswidrigkeit. Aber das stört die Leute nicht."

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