Estebrügge: Ein Auto für viele Fahrer

Der gut erhaltene Toyota Yaris ist der erste Wagen bei Estecar. Gegründet haben das private Carsharing Sybille Schmidt und Oliver Reimann
  • Der gut erhaltene Toyota Yaris ist der erste Wagen bei Estecar. Gegründet haben das private Carsharing Sybille Schmidt und Oliver Reimann
  • hochgeladen von Alexandra Bisping


Carsharing-Projekt auf dem Lande: EsteCar startet durch / "Wir wollten in der Verkehrspolitik etwas ändern"

ab. Estebrügge. "Traurig, aber wahr: Hier auf dem Lande wird der öffentliche Nahverkehr abends oder am Wochenende nahezu eingestellt." Die Estebrügger Oliver Reimann und Sibylle Schmidt haben damit ihre Erfahrungen gemacht. Und können es darum gut nachvollziehen, wenn in einem Haushalt mit zwei Erwachsenen auch zwei Autos vor der Tür stehen. "Doch dazu muss es Alternativen geben: Wir hatten das Bedürfnis, an der Verkehrspolitik etwas zu ändern."

Mit der Thematik privates Carsharing hatte sich Oliver Reimann schon länger auseinandergesetzt. Dabei entdeckte er, dass es dieses Projekt bereits seit Jahrzehnten in anderen Dörfern gibt. Als eines der ersten nennt Reimann ein kleines Dorf bei München, dass in den 90er-Jahren mit dem Projekt startete und inzwischen 300 Mitglieder zählt. Also warum nicht auch privates Carsharing in Estebrügge? 

An die Umsetzung ging Oliver Reimann, nachdem seine Mutter das Autofahren eingestellt hatte und ihren Wagen an ihre beiden Söhne weitergab. Für den Estebrügger war klar: Mit dem gut erhaltenen Toyota Yaris sollte "etwas Sinnvolles geschehen". 

"Der Verkehrswahnsinn lässt sich durch Fahrradfahren oder Autoteilen eindämmen", ist Oliver Reimann überzeugt. Und Sibylle Schmidt ergänzt: "EsteCar ist für Leute interessant, die hin und wieder ein zweites Auto brauchen, aber eben nicht immer." Sie selbst sei mit dem Auto auch unterwegs gewesen, beispielsweise nach Hamburg gefahren. "Denn ab sieben Uhr kommt man von hier aus ohne motorisierten Untersatz nicht mehr weit."

Oliver Reimann ist Mitglied beim VCD, dem Verkehrsclub Deutschland, der sich für ökologische Verkehrspolitik einsetzt. Dort informierte er sich und organisierte einen Vertrag. "Noch haben wir eine offene Geschäftsform, aber sobald das Projekt richtig anläuft, möchten wir eventuell einen Verein gründen."

Derzeit gibt es vier Mitglieder, die bei Bedarf auf den Toyota zugreifen. Der Wagen steht an der Estebrügger Straße 113, der Schlüssel befindet sich in der Nähe in einem kleinen Tresor. Wer bei EsteCar einsteigt, zahlt eine Einlage von 650 Euro, enthalten sind 50 Euro Betriebskostenzuschuss. Wer wieder aufhört, erhält 600 Euro zurück. Jeder gefahrene Kilometer kostet 30 Cent, jede Stunde 40 Cent. Darin enthalten sind alle Reparaturen, Versicherung und Benzin. Aber das private Carsharing lebt auch vom Engagement der Mitglieder. Oliver Reimann: "Leute, die mitmachen möchten, müssen Eigenitiiative mitbringen und zum Beispiel mal mit dem Wagen zum Reifenwechseln fahren." 

• Weitere Infos und Kontaktdaten unter www.estecar.de.

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