Umstände unzumutbar
Museum Estebrügge öffnet wegen Testpflicht vorerst nicht

Die Tür bleibt erstmal zu: Für das Museum Estebrügge sind die Anforderungen der Corona-Vorschriften zu hoch
  • Die Tür bleibt erstmal zu: Für das Museum Estebrügge sind die Anforderungen der Corona-Vorschriften zu hoch
  • Foto: Juliett Schinner
  • hochgeladen von Jaana Bollmann

jab. Estebrügge. Die Museen im Landkreis Stade dürfen dank neuer Corona-Verordnung in Niedersachsen wieder öffnen. Aber: Der Zutritt ist nur mit der Abgabe der Kontaktdaten und mit dem Nachweis über einen gültigen Corona-Test erlaubt. Letzteres aber stellt für das Museum Estebrügge ein "unüberwindbares Hindernis" dar, sagt Susanne Höft-Schorpp, Vorsitzende der Kulturstiftung Altes Land.

Vier Ehrenamtliche, zum Teil auch ältere Personen, kümmern sich jeden Sonntag darum, dass das Museum in Estebrügge geöffnet werden kann. Fünf Personen dürften sich gleichzeitig in dem Gebäude aufhalten. Das Problem allerdings stellen die Corona-Tests dar, die nicht älter als 24 Stunden sein dürfen. "Unsere Öffnungszeiten wären von 14 bis 17 Uhr", sagt Höft-Schorpp. Die naheliegendste Testmöglichkeit wäre die Apotheke in Jork, doch die sei ab Samstagmittag geschlossen - zeitlich also nicht möglich. Die meisten Besucher kämen zudem zu Fuß oder mit dem Rad, die würden nicht extra bis Stade oder Buxtehude zum Testzentrum fahren, sagt die Vorsitzende.

"Das ist niemandem zumutbar"

Es sei zwar auch möglich, dass die Besucher sich direkt vor Ort testen lassen. Allerdings verfügt das Museum über keine Räume, in denen das möglich wäre. "Und sich auf offener Straße testen zu müssen, das wollen wir niemandem zumuten."

Es täte ihr zwar sehr leid, aber daher bleibe das Museum weiter geschlossen, sagt Höft-Schorpp. Sie selbst sei nicht böse, allerdings hofft sie, dass die Regierung noch nachbessert und kleine Museen wie Geschäfte mit einer Ladengröße von unter 200 Quadratmetern behandelt. Dann wäre ein negativer Corona-Test nicht nötig.

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Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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