Tourismusverein Altes Land: Gut gedacht, schlecht gemacht

So idyllisch sieht es im Alten Land erst in ein paar Monaten aus. Der blühende Baum im Vordergrund ist übrigens eine japanische Kirsche und kein einheimischer Baum
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  • So idyllisch sieht es im Alten Land erst in ein paar Monaten aus. Der blühende Baum im Vordergrund ist übrigens eine japanische Kirsche und kein einheimischer Baum
  • Foto: Thomas Gramlow
  • hochgeladen von Lena Stehr

Diese Pressemitteilung zur Blütezeit hätte sich der Tourismusverein Altes Land lieber sparen sollen Werbung für das Alte Land und die Touren mit dem Blütendoppeldeckerbus zu machen war offensichtlich das Ziel der Pressemitteilung, die der Tourismusverein Altes Land Ende Januar unter anderem auch an das WOCHENBLATT schickte. Doch mit folgenden Zeilen tut sich der Verein und damit der ganzen Region leider absolut keinen Gefallen.
Zitat aus der Pressemitteilung: "Die Kilometer langen Obstplantagen erstrahlen nach lang ersehnter Zeit wieder in einem Meer von weiß-rosa Blüten. Beackert von unzähligen Bienen, leisten die kleinen Helfer großartige Arbeit und bescheren den Obstbauern eine wunderbare Ernte. Während die Bienen fleißig die Blüten bestäuben und Honig produzieren, können die Besucher dieses zauberhafte Naturschauspiel erleben, durch die angenehm blumig duftenden Felder spazieren und das wohlige Frühlingsgefühl genießen."
Während auch der Schreibstil hier und da zu wünschen übrig lässt, liest es sich so, als stünden die Obstbäume bereits in Vollblüte, was - mit Verlaub - natürlich völliger Quatsch ist. So weit voraus ist das Alte Land seiner Zeit dann eben doch nicht.
Auch spaziert selbst in der tatsächlichen Blütezeit im April und Mai im Alten Land niemand durch "Felder" (die gibt es zum Beispiel auf der Geest in Form von Spargel und Getreide), sondern höchstens durch Obsthöfe, Baumreihen oder eben Plantagen.
Weiter heißt es auch noch: "Seit dem Saisonbeginn finden täglich unterschiedliche Veranstaltungen statt." Bleibt nur zu hoffen, dass diese Mitteilung von Auswärtigen nicht für bare Münze genommen wird und plötzlich Scharen von enttäuschten Touristen in der Tourist-Info stehen, weil sie weder Blüten noch Bienen sehen.
Und mir sei auch noch ein Hinweis zum Foto erlaubt, das der Verein mitgeschickt hat. Es ist zwar schön anzusehen, aber leider finden sich keine blühenden Altländer Obstbäume darauf, sondern nur eine japanische Blütenkirsche - die kein Symbol des Alten Landes ist.
Zumindest in den sozialen Netzwerken wird dann doch noch halbwegs ein Schuh draus: Altes Land Tourismus postet auf Facebook nämlich Folgendes: "Auch wenn es draußen noch nicht so danach aussieht, aber in knapp 2,5 Monaten ist wieder Blüte im Alten Land!" Das Foto ist leider das gleiche.
Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal besser.
Lena Stehr

So idyllisch sieht es im Alten Land erst in ein paar Monaten aus. Der blühende Baum im Vordergrund ist übrigens eine japanische Kirsche und kein einheimischer Baum
So sehen die Obstplantagen im Alten Land im Februar aus

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