Was beim Wohnen im Alter wichtig ist

Sylvia Pankop (re.) und Dieter Langenbrunner (Mitte) informierten die Besucher darüber, welche Wohnmöglichkeiten es für Senioren gibt
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Sylvia Pankop vom Seniorenstützpunkt Stade informiert in Jork / Wohnberater gibt Tipps für den Umzug

ab. Jork. Was ist wichtig für ältere Menschen, wenn sie alleine wohnen oder umziehen müssen? Welche Wohnform könnte es sein? Worauf sollten sie achten, was vermeiden? Über dieses Thema informierte jüngst Sylvia Pankop vom Seniorenstützpunkt Stade im Gemeindehaus in Jork-Borstel. Begleitet wurde sie von Dieter Langenbrunner, Wohnberater und Energie-Experte aus Kehdingen. 

"Am liebsten möchte ich dort wohnen bleiben, wo ich jetzt lebe", meldet sich eine Seniorin aus dem Publikum zu Wort. "Da gehören Sie zu den 90 Prozent, die das wollen", bemerkt Sylvia Pankop. Leider sei das oft nicht möglich und auf dem Land gerade für alleinlebende Senioren schwierig, ergänzt Dieter Langenbrunner. "In einem riesigen Bauernhaus zu sitzen, sich darum zu kümmern und dann noch einen großen Garten zu pflegen, übersteigt die Kräfte vieler älterer Menschen." Dazu käme noch die häufig schlechte Anbindung an den ÖPNV und die bekanntermaßen mangelhafte medizinische Versorgung in ländlichen Gegenden. "Das wird aber langsam besser", weiß der Kehdinger. Ein Besucher gibt zu bedenken: "Wenn ich mein Haus draußen auf dem Land verkaufe, kann ich mir aber noch lange keine Wohnung in Buxtehude leisten." Denn selbst die Mieten seien inzwischen so hoch, dass für viele Senioren ein Umzug in die Stadt gar nicht zur Diskussion stehe.

Für ältere Menschen gebe es jedoch noch andere Gründe, die eigenen vier Wände zu verlassen, sagt Sylvia Pankop. "Die Wohnung oder das Haus ist nicht altersgerecht und kann durch Umbaumaßnahmen nicht angepasst werden, ist zu klein, zu groß oder zu teuer." Neben einer besseren Infrastruktur wünschen sich viele auch eine bessere Nachbarschaft, Menschen, die aneinander interessiert sind oder sich im Notfall kümmern könnten. Auch das Bedürfnis nach Sicherheit spiele eine große Rolle. Wer jedoch bleibt und sein Zuhause altersgerecht umbauen lässt, sollte sich bei den Planungen von einem Experten beraten lassen. Denn vieles sei zu bedenken, erklärt Sylvia Pankop und zeigt als eindrückliches Beispiel ein zu kurz geratenes Treppengeländer nach dem Umbau.

Thema waren auch die unterschiedlichen Wohnformen, die es zur Auswahl gibt. Beispielsweise gibt es das Wohnen in den eigenen vier Wänden mit einem regelmäßigen ambulanten Pflegeservice oder das betreute Wohnen, bei dem zwei Stunden täglich oder länger ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung steht. Außerdem gibt es Alten-WGs - hier ist die WG in Steinkirchen ein gutes Beispiel oder Wohnprojekte wie das GaGa-Wohnprojekt in Stade. Dort haben sich im Jahr 2012 Menschen im Alter ab 50 Jahre zusammengefunden und wohnen in den eigenen vier Wänden gemeinsam in einem Komplex unter einem Dach. 

Worauf bei einem Umzug immer geachtet werden solle, sei das soziale Umfeld, sagen beide Berater. "Sich wohlzufühlen und Kontakt zu anderen zu haben ist dabei ein maßgeblicher Faktor."

• Weitere Informationen gibt es bei Sylvia Pankop unter ( 04141 - 927713 oder per E-Mail an seniorenstuetzpunkt@landkreis-stade.de.

Darauf sollte geachtet werden
Wohnberater Dieter Langenbrunner gibt Tipps, die das Wohnen im Alter verbessern:

• Barrierefreiheit (Türschwellen, Duschen etc.)
• Leichtigkeit und Sicherheit (z.B. Türrahmen müssen für Rollatoren breit genug sein)
• Wohlfühlklima (z.B. die Möglichkeit, im Garten oder vor der Tür spazieren zu gehen)
• Raumtemperatur (keine Zugluft und eine moderne Belüftungsanlage).

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Wohnberater Dieter Langenbrunner

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