Wegen der Sanierung wird die K39 ab Jork-Borstel jahrelang zur Einbahnstraße
Es wird eng für Autofahrer

Die K39 ist wegen Bauarbeiten bald nur einspurig befahrbar, 
eine Umleitung wird ausgeschildert
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    eine Umleitung wird ausgeschildert
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  • hochgeladen von Jaana Bollmann

jab. Jork. Da kommt einiges auf die Pendler zu, die täglich mit dem Auto in Richtung Hamburg unterwegs sind. Nicht nur, dass die B73 in Höhe Waltershofer Straße bis November nur einspurig befahrbar ist, nun kommt auch noch die Sanierung der K39 in Jork dazu. Die von 2020 bis 2022 geplanten Bauarbeiten werden ebenfalls ab Juli massiv für Behinderungen im Verkehr sorgen.

Die Fahrbahn der K39 ist marode. Grund: Sie ist nicht für die enorme Verkehrsbelastung ausgelegt. Daher soll sie nun, ebenso wie der Rad- und Gehweg, in drei Abschnitten saniert werden. Der erste rund zwei Kilometer lange Abschnitt, der ab Mitte Juli in Angriff genommen werden soll, reicht von Jork-Borstel an der Mühle bis zum Buswendeplatz in Kohlenhusen. Ende März 2021 soll der Abschnitt fertiggestellt sein und rund drei Millionen Euro kosten. Im Anschluss wird der zweite Abschnitt bis Hahnöfersand begonnen, danach der dritte bis zur Landesgrenze. Gleichzeitig werden hier die geplanten Deichbauarbeiten angegangen. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Sanierung auf geschätzte neun Millionen Euro.

Für die Zeit der Baumaßnahmen wird die K39 halbseitig gesperrt und als Einbahnstraße eingerichtet werden. Fahrräder werden um die Baustelle herum über einen nahen Wirtschaftsweg geleitet. Wie Kreisbaurätin Madeleine Pönitz mitteilt, waren noch weitere Varianten für die Verkehrsführung diskutiert worden - darunter auch die Vollsperrung sowie die einseitige Sperrung mit Ampelschaltung. Gegen eine Vollsperrung habe man sich aus Rücksicht auf die Anwohner und anliegenden Betriebe entschieden. Somit sei schnell klar gewesen, dass der Verkehr halbseitig an der Baustelle entlanggeführt werde, so Pönitz. "Wegen der großen Verkehrsbelastung geht eine Ampelschaltung allerdings nicht", sagt die Kreisbaurätin. Nach einer Untersuchung zum Verkehrsaufkommen auf der K39 sei dies bei rund 12.000 Fahrzeugen innerhalb von 24 Stunden einfach nicht möglich.

Derzeit werde zusätzlich geprüft, ob es umsetzbar ist, bei der Einbahnstraße wie in der bekannten Hamburger Sierichstraße einen Fahrtrichtungswechsel nach Uhrzeit einzurichten. Das könnte bedeuten, dass morgens der Verkehr Richtung Hamburg und am Nachmittag in Richtung Jork freie Fahrt hat. Noch sei allerdings nichts final abgestimmt, meint die Kreisbaurätin. "Das alles würde einen zusätzlichen Aufwand bedeuten", so Pönitz weiter. Schließlich müsste jemand zur Baustelle fahren, die Schilder umdrehen und warten, bis der Verkehr abgeflossen ist - und das zwei Mal am Tag.

Zudem gebe es noch Sicherheitsbedenken. Fahrzeuge könnten trotz Verbotsschildern in die Straße einfahren. Auch die Anwohner, Anlieferer sowie Besucher müssten sich auf die angegebenen Zeiten stets verlassen können. "Wir befinden uns in Gesprächen mit der Gemeinde, der Straßenverkehrsbehörde und der Polizei. Bleiben zu viele Zweifel, wird es diese Lösung nicht geben", so Pönitz.

Damit der Verkehr möglichst um die Baustelle herumfährt, wird die Umleitung bereits in Hamburg rechtzeitig ausgeschildert. Sperrungen von Straßen wie der Wellenstraße soll es möglichst nicht geben. Dennoch soll auch nicht noch mehr Verkehr hindurchgeleitet werden. Gegebenenfalls wird es dort eine Anlieger-Lösung geben. Zusätzlich müsste dann auch Präsenz durch die Polizei gezeigt werden, um Pkw-Fahrer davon abzuhalten, die Straßen als Schleichwege zu benutzen.

Anwohner sowie die Gewerbetreibenden sollen rechtzeitig in Veranstaltungen und öffentlichen Ausschusssitzungen der Gemeinde über die Maßnahmen informiert werden. Zusätzlich wird der Landkreis Informationen bereitstellen. Wer allerdings jetzt schon Fragen oder Anregungen an den Landkreis hat, kann diese per E-Mail an ideen@landkreis-stade.de mit dem Betreff K39 schicken.

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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