Gefahren der Este-Verschlickung
Jorker Gemeinderat fordert nachhaltiges Ausbaggerungskonzept

Das Estesperrwerk stellt die erste Deichlinie in Richtung der Gemeinde Jork dar
  • Das Estesperrwerk stellt die erste Deichlinie in Richtung der Gemeinde Jork dar
  • Foto: Gemeinde Jork
  • hochgeladen von Maria Weigl

wei. Jork. In einem Schreiben an die zuständigen Fachbehörden auf Bundesebene und im Hamburger Bereich zur Verschlickung der Estemündung in die Elbe vom äußeren Estesperrwerk Este-aufwärts, hat sich der Jorker Gemeinderat zu den möglichen Gefahren geäußert. In dem Schreiben wurde dazu aufgerufen, ein nachhaltiges Ausbaggerungskonzept zu entwickeln. Denn auch wenn die Estemündung in die Elbe mit dem Estesperrwerk auf Hamburger Gebiet liegt, habe die zunehmende Verschlickung nachteilige Auswirkungen auf die benachbarte Gemeinde Jork.

In dem Schreiben heißt es, dass es ohne eine konsequente und kontinuierliche Ausbaggerung zu einer Versandung und Verlandung der Uferseiten der Este kommt. Zudem ziehen Wetterlagen mit hohen Niederschlagsmengen Überschwemmungen nach sich, weil der Schlick im Mündungsbereich den notwendigen Abfluss behindert. Die Hochwassergefahr in Leeswig, Königreich, Estebrügge, Hove und Moorende nehme zu. Das Estesperrwerk übernimmt dabei wesentliche Schutzfunktionen: Zum einen als Schutz vor Wassereintrag von der Elbe in die Este bei massivem Hochwasser und zum anderen als Bauwerk, um die Este zu stauen. Bei anhaltender Verschlickung droht, dass das Sperrwerk seinen Aufgaben nicht gerecht werden kann. Schon im vergangenen Jahr konnte das Sperrwerk wegen der Verschlickung nicht geschlossen werden.

Daraufhin stand Enak Ferlemann (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, dem Gemeinderat am Montag Rede und Antwort. Die Botschaft sei angekommen und nun solle gehandelt werden, so Ferlemann.

Neben dem Schutz der Estedörfer gehe es auch um den Erhalt der Pella Sietas Werft als Arbeitgeber in der Region und eventuelle Auswirkungen im touristischen Bereich. Hauptpunkt ist aber die nachhaltige Beseitigung der Verschlickung. Es bringe nichts, den Schlick nur wegzuspülen, damit er durch die Fließgeschwindigkeit der Elbe früher oder später wieder an gleicher Stelle landet, so Bürgermeister Matthias Riel. Ein Vorschlag ist, den Schlick an anderer Stelle zwischenzulagern, zu trocknen und daraus Kleiboden für die anstehenden Deicherhöhungsmaßnahmen zu gewinnen.

Die nächste Beseitigung des Schlickes am Sperrwerk ist für April 2021 angesetzt und Ferlemann ist guter Dinge, dass im ersten Halbjahr des kommenden Jahres die nächsten Lösungsschritte entwickelt werden können.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen