Tidehochwasser: Behörden an einen Tisch bringen

Bringen Bewegung in das Tidehochwasser-Problem: der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann (vorne, 3. v. li.) mit dem Landtagsabgeordneten Helmut Dammann-Tamke (vorne, 4. v. li., beide CDU), Landrat Michael Roesberg (li.), IG-Este-Vertreter Arno Hagenah und Rainer Podbielski (3. und 4. v. re.) und Politiker sowie Verwaltungsvertreter aus der Region
  • Bringen Bewegung in das Tidehochwasser-Problem: der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann (vorne, 3. v. li.) mit dem Landtagsabgeordneten Helmut Dammann-Tamke (vorne, 4. v. li., beide CDU), Landrat Michael Roesberg (li.), IG-Este-Vertreter Arno Hagenah und Rainer Podbielski (3. und 4. v. re.) und Politiker sowie Verwaltungsvertreter aus der Region
  • hochgeladen von Alexandra Bisping


Este-Anwohner fordern andere Schließordnung des inneren Este-Sperrwerks

ab. Estebrügge. Ein erster Schritt ist getan: Politiker sagten Este-Anrainern zu, Behörden an einen Tisch zu bringen und etwas gegen die Überschwemmung ihrer Grundstücke zu unternehmen. Der Interessengemeinschaft (IG) Este war es nach jahrelangen erfolglosen Versuchen endlich gelungen, sich bei der Politik wegen ihrer Misere Gehör zu verschaffen.
Wie berichtet, tritt seit drei bis vier Jahren die Este bei normalem Tidehochwasser immer häufiger über die Ufer und flutet Grundstücke und Gärten. Bereits mehrfach hatte die IG als Lösung eine andere Schließordnung des Este-Sperrwerks in Hamburg-Cranz vorgeschlagen. Derzeit werden die Tore im Winter bei einem Pegel von 7,20 Meter geschlossen, im Sommer bei 7,30 Meter. Die Forderung der IG: die Tore ab einer Pegelhöhe von 7,10 Meter zu schließen. Denn die steigende Strömung führt dazu, dass das Wasser häufiger ansteigt und dann die Grundstücke bis zu den Häusern flutet.

In der Estebrügger Brückenbäckerei diskutierten nun die IG-Mitglieder Rainer Podbielski und Arno Hagenah mit Bernhard Meyer, Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Hamburg (WSA), dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium, Enak Ferlemann, Landrat Michael Roesberg und den Landtagsabgeordneten Kai Seefried und Helmut Dammann-Tamke (alle CDU) sowie dem Oberdeichrichter Wilhelm Ulferts über das Problem. Arno Hagenah schilderte noch einmal, wie das Wasser "reindrücke wie bei einer Flutwelle".

"Wir brauchen eine besondere Lösung", sagte Landrat Michael Roesberg. "Wasser können wir nicht festhalten." Zu bedenken sei jedoch, dass jede Sperrwerkschließung an anderer Stelle Auswirkungen habe, die es zu untersuchen gelte: Laut einem Bericht der Technischen Universität Harburg (TUHH) müsste bei einer Schließung ab einem Pegelstand von 7,10 Meter das Sperrwerk statt bisher 200 Mal jährlich 313 Mal geschlossen werden. 

In das Tidehochwasser-Problem sind neben der WSA als ausführendes Organ auch der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) als zuständige Behörde und der Landkreis Stade als Aufsichtsbehörde involviert. Der Versuch, während der Diskussion das WSA als Antragsteller für eine neue Schließordnung in die Pflicht zur rufen, misslang. Das WSA würde laut Meyer bei verkehrlichen Belangen tätig, hier ginge es aber nicht um die Schifffahrt. 

Der Vorschlag, dem Schließmeister für einen gewissen Zeitraum zu überlassen, wann die Tore geschlossen werden müssen, wurde vehement abgelehnt. Erkannt hat die Politik aber, dass den Anrainern geholfen werden muss. Helmut Damman-Tamke erklärte sich schließlich bereit, das Problem bei einer Zusammenkunft im Umweltministerium zur Sprache zu bringen, um eine möglichst schnelle und unbürokratische Lösung zu finden. "Ohne landespolitische Unterstützung erreichen wir nichts", fügte Roesberg hinzu. Rainer Podbielski verlieh seiner Hoffnung auf Lösung Ausdruck: "Wenn die Hauptakteure zusammenkommen, kann sich etwas tun."

Panorama
  3 Bilder

Eklat zwischen dem Künstler Erwin Hilbert und dem Vorstand der St.-Petri-Kirche
Kunstausstellung in Buxtehuder Kirche vorzeitig beendet

sla. Buxtehude. Nach etlichen Vorfällen, über die das WOCHENBLATT berichtete, hat der Kirchenvorstand der St.-Petri-Kirchengemeinde die Kunstausstellung "Jesus und andere Gestalten" sowie die weitere Zusammenarbeit mit dem Künstler Erwin Hilbert vorzeitig beendet. Der Entschluss wurde durch Pastor Michael Glawion nach dem Druck der Wochenendausgabe bekanntgegeben. Die genauen Hintergründe, die zu dieser Entscheidung führten, werden in der nächsten WOCHENBLATT-Ausgabe am Mittwoch ausführlich...

Politik
Üppig zeigt sich das Jakobskreuzkraut auf der Ökokontofläche bei Ramelsloh und Ohlendorf

Giftige Pflanze in Seevetal
Das Jakobskreuzkraut sorgt für Aufregung in Ramelsloh

ts. Ramelsloh. Das Jakobskreuzkraut breitet sich auf der sogenannten Ökokontofläche am Rübenberg und Hinter den Höllen in der Ortschaft Ramelsloh aus. Die giftige, hier heimische Pflanze kann die Gesundheit von Pferden und anderen Weidetieren bedrohen. Nach dem Verzehr können bereits geringe Mengen bei den Tieren zu Leberschäden führen. Bürger haben deshalb die Seevetaler Gemeindeverwaltung in einer E-Mail aufgefordert, das Jakobskreuzkraut auf der nachhaltig bewirtschafteten Fläche...

Panorama
Die DLRG rät, nur an bewachten Badestellen ins Wasser zu gehen

Viele Tote an ungesicherten Badestellen
24 Menschen sind bisher in Niedersachsen ertrunken

(bim). Eine Zwischenbilanz der bisherigen Ertrinkungszahlen veröffentlichte jetzt der DLRG-Bundesverband. Demnach sind in Niedersachsen 24 Menschen ertrunken und damit fünf weniger als im Vorjahr. Im Ländervergleich erreicht Niedersachsen dennoch den dritthöchsten Wert (in Nordrhein-Westfalen sind es 26, in Bayern 35). Bundesweit wurden 192 Ertrunkene registriert. Die meisten Unfälle ereignen sich nach wie vor im Binnenland - besondere Gefahr besteht an ungesicherten Badestellen, wie...

Panorama
Bei Drochtersen soll die A 20 die Elbe unterqueren. Der Tunnelbau könnte - wenn alles gut läuft - 2025 beginnen

Fertigstellung der A 20 weiter für 2030 angepeilt
Neuer Elbtunnel: Baubeginn soll 2025 sein

Ab 2030 sollen die ersten Autos durch den neuen Elbtunnel bei Drochtersen rollen.(jd).  Der Termin 2030 wurde in den Vorjahren immer wieder von Planern und Politikern genannt. Jetzt bestätigte der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Bernd Buchholz noch einmal indirekt die Zeitplanung: Er rechne damit, dass die A 20 in seinem Bundesland ab 2030 in ihrer kompletten Länge befahren werden kann, erklärte der Minister. Er dürfte dabei auch an die Elbquerung gedacht haben. Denn ohne den Tunnel...

Politik
Auf dem Gelände der Stadtwerke an der Maurerstraße soll in einer Halle ein Feuerwehrfahrzeug stationiert werden

Sechsmonatige Probephase geplant
Feuerwehrstandort bei den Buchholzer Stadtwerken?

os. Buchholz. Steht bald ein Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Holm in der Waschhalle der Buchholzer Stadtwerke, um von der Maurerstraße zu Einsätzen z. B. ein Steinbeck auszurücken? Das sehen zumindest die Pläne der Stadtverwaltung und der Feuerwehrspitze vor, die Buchholz' Stadtjustiziarin Hilke Henningsmeyer jüngst im Bauausschuss vorstellte. Demnach soll es einen sechsmonatigen Probebetrieb geben und hinterher über weitere Schritte entschieden werden. Hintergrund der Maßnahme ist...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen