In die digitale Zukunft
Bücherei Jork erhält Zuwendung von rund 20.200 Euro für die Medienausleihe

Janina Kolb und Matthias Riel freuen sich über die Finanzspritze aus dem Soforthilfeprogramm für Büchereien
  • Janina Kolb und Matthias Riel freuen sich über die Finanzspritze aus dem Soforthilfeprogramm für Büchereien
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bo. Jork. Die Jorker Bücherei erhält vom Deutschen Bibliotheksverband eine Finanzspritze in Höhe von rund 20.200 Euro aus dem Förderprogramm "Vor Ort für alle - Soforthilfeprogramm für zeitgemäße Bibliotheken in ländlichen Räumen". Mit dem Geld aus Bundesmitteln soll ein neues digitales RFID-Selbstverbuchungssystem finanziert werden. Die Leser können damit Bücher und andere Medien, die sie ausleihen oder zurückgeben wollen, selbst erfassen. Das entlastet das Personal erheblich. Die Bücherei-Mitarbeiterinnen haben dadurch mehr Zeit, sich den Besuchern zu widmen. "Wenn wir mitten in einer Beratung sind und gleichzeitig ein Kunde mit Büchern an der Theke steht, war es bisher so, dass wir einen von beiden warten lassen mussten", berichtet Janina Kolb, Leiterin der Bücherei.

Dem Team bleibt aber auch mehr Zeit für die Organisation von Veranstaltungen in der Bücherei. Rund 130 jährlich sind es in den vergangenen Jahren gewesen, darunter etwa 30 Veranstaltungen von Externen, die die Räume der Bücherei nutzen, wie etwa der Sprachentreff der Flüchtlingshilfe und Nachhilfegruppen der Schule. "Das ist es auch, wo wir hin möchten", sagt Kolb. "Ziel ist, dass die Bibliothek ein 'dritter Ort' wird - eine Stätte der Begegnung, wo man nichts kaufen und nichts konsumieren muss, wo alle willkommen sind, gleich welchen Alters, Geschlechts, welcher Herkunft oder Religion."

In den Herbstferien wird die Bücherei schließen, damit das RFID-System installiert werden kann. Im Anschluss soll es mit einer großen Eröffnung in Betrieb genommen werden. Auch die Bücherei-Filiale in der Grundschule an der Este in Estebrügge wird mit RFID ausgestattet. Damit dann alles reibungslos funktioniert, hat das Bücherei-Team noch einiges zu tun: Jedes einzelne der 14.000 Medien, die die Bücherei in den Regalen hat, muss mit einem RFID-Code ausgestattet werden.

Die Idee, die Ausleihe auf RFID umzustellen, ist nicht neu. Bereits vor fünf Jahren entstand ein Konzept dazu, um dem Bücherei-Team mehr Freiraum für Projekte rund um das Büchereiangebot zu verschaffen. "Doch gerade jetzt bei Corona zeigte sich, dass digitale Programme besonders gebraucht werden, um die Kontakte auf Abstand zu fahren, aber gleichzeitig ein Dienstleistungsangebot aufrechtzuerhalten", erklärt Jorks Bürgermeister Matthias Riel, der sich ebenso über den Geldsegen freut. Das Förderprogramm wurde vom Bundeslandwirtschaftsministerium während der Pandemie ins Leben gerufen, um kurzfristig Kulturangebote im ländlichen Raum zu unterstützen. Die Gemeinde hat die Chance genutzt und gleich am ersten Tag der Bewerbungsfrist Mitte Mai ihren Antrag auf dem Anmeldeportal hochgeladen. Der Andrang war so groß, dass der Förderrahmen binnen weniger Stunden überzeichnet war. "Mit 20.200 Euro übernimmt der Bund 75 Prozent der Anschaffungskosten, die restlichen 25 Prozent steuert die Gemeinde Jork aus ihrem Haushalt bei", erklärt Riel.

Im Landkreis Stade erhielten außerdem die Bibliotheken in Freiburg rund 4.600 Euro und in Steinkirchen rund 24.000 Euro aus dem Förderprogramm.

  • Die Bücherei Jork ist bis Montag, 24. August, geschlossen. Sie wird renoviert und mit einem neuen Teppichboden ausgestattet. E-Books und E-Audios können aber rund um die Uhr online auf www.nbib24.de ausgeliehen werden.
Autor:

Susanne Böttcher aus Buxtehude

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