Kreativ im Lockdown
Die "Kleine Jorker Bühne" zeigt neues Bühnenstück

Heinrich Dammann und Angela Farah aus dem Cast des Winter-Open-Airs bei den Proben im Fotostudio
  • Heinrich Dammann und Angela Farah aus dem Cast des Winter-Open-Airs bei den Proben im Fotostudio
  • Foto: Kleine Jorker Bühne
  • hochgeladen von Maria Weigl

wei. Jork. „Anders, was nun“ heißt das neue Bühnenstück der Amateurtheatergruppe "Kleine Jorker Bühne". Das Thema: Corona. Eigentlich waren die Aufführungen des Winter-Open-Airs bereits im Januar geplant, aber aufgrund des aktuellen Lockdowns wurden die Aufführungen vorerst in den März verschoben.
Weil die Gruppe nicht gemeinsam proben konnte, wurden die Mitglieder des Ensembles zuhause kreativ und haben in kleinen Gruppen, über Zoom, Whatsapp und Co., viele kleine Geschichten zusammengetragen, die aus dem Leben während der Corona-Pandemie erzählen.

"Vor den aktuellen Regeln konnten sich die Darsteller noch in kleinen Gruppen treffen, um ihre Szenen einzuüben. Aber auch das ist nun nicht mehr möglich, was die Proben enorm erschwert", sagt Franziska Cordes, Sprecherin der Theatergruppe. Nun findet der Austausch ausschließlich online statt.
Die Zuschauer dürfen sich auf ein etwas anderes Theaterstück freuen. Eine Mischung aus Improvisation, Filmsequenzen und kurzen Bühnenszenen zeigt, was die Zeit im Lockdown mit einem macht und wie es nach der Pandemie werden könnte. Ein ernstes Thema, gepaart mit Humor.

Wie das Ganze dann auf der Bühne funktioniert, wird also nicht nur für das Publikum eine Überraschung. Auch die Theatergruppe wird erst am Abend der Aufführung sehen, ob ihr Vorhaben gelingt.
Die aktuelle Situation sei für alle Beteiligten des Theaters nicht leicht. "Die Bühne lebt von Interaktion", sagt Cordes. "Wir spielen für das Publikum und den Applaus." Nun hoffen die Schauspieler, dass die Aufführungen im März stattfinden können. Auch wenn sie dann vielleicht nur vor 30 Leuten spielen werden. Von dem Gedanken, dass das Stück erneut verschoben werden könnte, lässt sich das Team aber nicht entmutigen. "Wir wollen das Stück auf jeden Fall auf die Bühne bringen", betont Cordes. "Auch dann, wenn es erst im Sommer gezeigt wird." Wichtig seien in der aktuellen Situation positive Gedanken. Und obwohl nicht alle gemeinsam proben können, haben die Schauspieler dennoch die Möglichkeit, ihre Kreativität auszuleben.

Das Stück dauert etwa eine Stunde. Der Eintritt ist frei, aber eine Anmeldung wird erforderlich sein. In welcher Form diese ablaufen wird, stehe noch nicht fest, sagt Cordes. Einen Vorgeschmack gibt es auf der Webseite unter www.kleinejorkerbuehne.de oder auf der Facebook- und Instagramseite der Kleinen Jorker Bühne.
• Gespielt wird voraussichtlich am 6., 12. und 13. März 2021 auf dem Obsthof von Heike und Axel Schuback in Hinterdeich. An den Samstagen jeweils um 18 Uhr und am Freitag um 19 Uhr.

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