Kleine Jorker Bühne präsentiert: "Der Jorker Faust"

Anlässlich ihres 35-jährigen Bestehens spielt
das Ensemble der Kleinen Jorker Bühne Goethes Meisterwerk
  • Anlässlich ihres 35-jährigen Bestehens spielt
    das Ensemble der Kleinen Jorker Bühne Goethes Meisterwerk
  • Foto: Kleine Jorker Bühne
  • hochgeladen von Björn Carstens

bc. Jork. Faust, wie man ihn wohl noch nie gesehen hat. Die „Kleine Jorker Bühne“, die bekannte Amateurtheater-Gruppe aus dem Alten Land, spielt anlässlich ihres 35-jährigen Bestehens Goethes Klassiker in einer noch nie dagewesenen Interpretation. Kurzweilig, lustig, rasant und doch irgendwie traditionell. Komprimiert auf zweieinhalb sehenswerte Stunden - mit Pause.

„Wer uns kennt, weiß, dass wir eine abwechlungsreiche Inszenierung in unserem eigenen Stil auf die Beine gestellt haben“, sagt Florian Rohloff, Erster Vorsitzender des Theatervereins. Premiere von „Der Jorker Faust“ ist am Freitag, 27. Mai, um 20 Uhr in der Festhalle. Weitere fünf Aufführungen sind geplant. Es gibt noch Eintrittskarten.

Die Besonderheit des Stückes: Im Jorker Faust agieren gleich vier Fäuste in einem furiosen Szenen­event. Verschiedene Gruppen der Kleinen Jorker Bühne haben getrennt voneinander unter der Leitung der Regisseure Lars Schüler, Sabine Köckeritz, Angela Farah, Eckehard Kootz und Andras Rajk geprobt. Eben Faust mal ganz anders.

Neben den traditionellen Elementen kommen Puppen zum Einsatz, die platt schnacken. Außerdem wird getanzt, gesungen und parodiert. „Aber immer mit vollem Respekt für Goethes Original“, sagt Florian Rohloff. Frei nach dem Motto: „Fack ju Göhte? - nich‘ mit uns!“

Die Altländer Theaterfreunde proben seit mehreren Wochen intensiv an der Aufführung. 34 Schauspieler stehen auf der Bühne, insgesamt 48 Leute sind beteiligt. Acht junge Vereinsmitglieder haben die Kulissen gebaut.

Gerne wäre die Kleine Jorker Bühne wieder unter freiem Himmel aufgetreten, so wie sie es seit 2002 regelmäßig macht. Doch die Faust-Inszenierung selbst und die aufwändige Bühnentechnik lassen ein Open Air diesmal nicht zu. Verzichten müssen die Besucher trotzdem auf nichts. Auch fürs leibliche Wohl ist gesorgt. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.

Die weiteren Aufführungen finden am 28. Mai und 29. Mai sowie vom 2. bis 4. Juni statt, donnerstags und freitags um 20 Uhr, samstags und sonntags um 19.30 Uhr.

• Das Stück ist ab 16 Jahren empfohlen. Tickets gibt es im Shop auf www.kleinejorkerbuehne.de, per Mailanfrage an karten@kleinejorkerbuehne.de, über die Karten-Hotline 04162-373989 oder bei der Altländer Drogerie (Bürgerei 3) in Jork. Eintrittspreise: 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.

Mehr Informationen auf www.kleinejorkerbuehne.de.

Zur Geschichte der Kleinen Jorker Bühne

Alf-Dieter Frank gründete 1981 die Kleiner Jorker Bühne, indem er eine Anzeige in der Zeitung schaltete. Daraufhin meldeten sich rund 25 Theaterfreunde. Ihr erstes Stück: Die tote Tante (1982). Das erste Weihnachtsmärchen: Der Froschkönig. Über viele Jahre gehören Klassiker von Shakespeare und Molière zum Repertoire, bis 2004 auch Grimmsche Märchen, danach wurden modernere Stücke gespielt. Zwei bis vier Inszenierungen studiert die Gruppe pro Jahr ein, seit 2002 tritt sie auch Open Air auf. Gegenwärtig hat der Verein rund 140 Mitglieder. „Trotz der Größe legen wir Wert auf eine familiäre Atmosphäre“, sagt der Vereinsvorsitzende Florian Rohloff.

Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

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