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Jäger der Lüfte als natürlicher Deichschutz

Fünf Küken haben im Nistkasten von Hans-Wilhelm Barghusen das Licht der Welt erblickt. Einer ging beim Fotografieren auf Tauchstation (Foto: Elke Barghusen)

Im Alten Land haben Anwohner Nistkästen für Turmfalken aufgestellt



ab. Altes Land. Für Deiche sind sie ein Segen: Turmfalken dienen als natürlicher Schutz gegen Wühlmäuse, die mit dem Graben von Löchern und Gängen für erheblichen Schaden sorgen. Damit sie ihre Jungen in Ruhe aufziehen können, hatte der Deichverband vor mehreren Jahren interessierten Anwohnern Nistkästen zur Verfügung gestellt. Hans-Wilhelm Barghusen aus Jork-Moorende stellt seit rund vier Jahren einen Nistkasten auf seinem Grundstück auf. "Es waren mal zwei Nistkästen, einen hatte ich selbst nachgebaut", erzählt er. "Aber die Kästen stehen wohl zu dicht beieinander - einer wird von den Vögeln jetzt als An- und Abflugplattform verwendet."

Durch einen Freund, der den Turmfalken ebenfalls einen Platz zum Brüten zur Verfügung stelle, sei er auf die Idee gekommen. "Der Kasten wurde sofort besetzt", erinnert sich Barghusen. Einmal im Jahr kämen die Turmfalken und zögen ihre Jungen dort auf. "Sie bleiben bis zum späten Sommer oder Herbstbeginn. In diesem Jahr gab es fünf Küken, die jetzt flügge sind." 

Für Oberdeichrichter Wilhelm Ulferts vom Deichverband der II. Meile Alten Landes könnten es noch mehr Turmfalken sein. Denn sie drängten die Mäusepopulation spürbar zurück. "Auf den Deichen haben wir Aufsitzstangen für diese Vögel aufgestellt, denn wir möchten so viele Turmfalken wie möglich animieren, dort zu jagen", sagt er. Allerdings müsse beim Aufstellen der ca. 2,30 langen Stangen ein Abstand von rund zwei Kilometern eingehalten werden. "Die Vögel brauchen so ein großes Revier, sonst kommen sie sich beim Jagen in die Quere."