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Jork: "Haut euren Eltern bloß auf die Finger"

Die beiden Referenten von "Multivision", Jürgen Lohfink (v. li.) und Jonas Laß, wurden von Bürgermeister Gerd Hubert und dem stellvertretenden Schulleiter der Oberschule Jork, Olaf Hesse begrüßt

UNESCO-Multivisionsschau "RedUse" im Schulzentrum Jork / Viele Anregungen zur Nachhaltigkeit

ab. Jork.
Den jungen Menschen gehört die Zukunft - einer der Hauptgründe, warum sich die UNESCO-Multivisionsschau "RedUse" vor allem an Schüler richtet. Über den Umgang mit den Ressourcen der Erde sprachen die beiden "Multivisions"-Referenten Jonas Laß und Jürgen Lohfink jetzt mit Schülerinnen und Schülern des Jorker Schulzentrums.

"Wir wollen nicht mit dem erhobenen Zeigefinger Angst machen, sondern ein Bewusstsein wecken und Alternativen aufzeigen", sagte Jonas Laß. In einem fesselnden Vortrag, in dem die Schülerinnen und Schüler nicht nur informiert, sondern auch integriert wurden, gab er viele lebensnahe Beispiele, die zum Nachdenken anregten.

Jonas Laß verdeutlichte anschaulich, dass ein Viertel der Menschheit drei Viertel aller natürlichen Ressourcen verbraucht. "Merkt ihr was?", fragte er sein junges Publikum. "Für drei Viertel der Menschheit bleiben nur noch ein Viertel der Ressourcen zum Leben übrig." Die Folge davon seien Ungerechtigkeit, Kriege und Terror.

Es dürften außerdem nicht mehr Ressourcen verbraucht werden, als nachkämen. Als sogenannte Overshoot Day (Weltüberlastungstag) werde jener Tag bezeichnet, an dem der Verbrauch von Ressourcen, wie beispielsweise Getreide oder Fisch, Kapazität und Reproduktion in diesem Jahr übersteige. Das bedeute, Ressourcen reichten nicht mehr wie früher von Januar bis Dezember. "Inzwischen ist der Tag bis August vorgerückt - an diesem Tag haben wir bereits die Ressourcen für das gesamte Jahr aufgebraucht."

Um Beispiele aufzuzeigen, wie dem entgegengewirkt werden kann, sprach Laß die nachhaltigen Themen "reuse" und "recycle", also Wiederverwertung und Recycling, an. In einem Film gab es zahlreiche Beispiele, unter anderem die Wiederverwertung von Kleidung, die man nicht mehr tragen möchte, über den Verzicht auf überflüssige Verpackungen bis hin zum Recyclen alter Handys. Für die Herstellung eines einzelnen T-Shirts würden zehn Badewannen voller Wasser verbraucht. Und was die Handys betreffe: Ca. 123 Millionen Stück lagerten ausrangiert in deutschen Schubladen.

Nicht nur die Jugendlichen beeindruckte die Thematik. "Es ist eure Zukunft, eure Erde", gab Jorks Bürgermeister Gerd Hubert zu bedenken. "Tragt euer Wissen weiter: Haut euren Eltern auf die Finger, wenn es um Dinge wie Plastikverpackungen geht." Und Jonas Laß ergänzte: "Ihr seid noch jung: Für euch ist es leichter, als für uns Ältere, dazuzulernen und Gewohnheiten zu verändern."

• Die Sparkasse Stade-Altes Land hat das Projekt in Jork finanziell unterstützt. Schirmherr für das Projekt im Landkreis Stade ist Landrat Michael Roesberg.