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Jork: Zurück mit zwei Kilo mehr "im Gepäck"

Die Segler genießen Wind und Sonne an Deck der "Luciana". Organisiert hatte den Törn Wolfgang Ludolphi (Foto: privat)
 
Der Zweimaster "Luciana" war für 24 Männer eine Woche lang ihre schwimmende Unterkunft (Foto: privat)

Wolfgang Ludolphi aus Jork über den einwöchigen Segeltörn in die Dänische Südsee / Warteliste dank WOCHENBLATT-Artikel



ab. Jork. Das Schiff war voll besetzt: Mit einer 24 Mann starken Crew ist Organisator Wolfgang Ludolphi jetzt von seinem Törn aus der Dänischen Südsee zurückgekehrt. "Es war toll", schwärmt er, ist aber trotzdem froh, wieder an Land zu sein. "Nach einem Wochentörn brauche ich immer mindestens zwei Tage, bis der Boden unter meinen Füßen nicht mehr schwankt." 

Im Juli hatte das WOCHENBLATT von dem geplanten Segeltörn für "harte Kerle" berichtet. Mit durchschlagendem Erfolg: "Zahlreiche Interessenten haben sich nach dem Artikel gemeldet. Ich hatte sogar eine Warteliste und hätte noch einige Männer mehr mitnehmen können."

Die Crewmitglieder im Alter von 21 bis 80 Jahre waren mit dem Zweimaster "Luciana" von Kiel aus in See gestochen und nach einer Woche dort wieder an Land gegangen. In der Zwischenzeit legten sie 200 Seemeilen zurück, passierten Sønderborg und Svendborg.
"Dabei sind wir fast nur gesegelt", sagt der Jorker. "Den Motor haben wir selten angeworfen." Viele Landgänge habe es nicht gegeben, manchmal hätten sie in einer Bucht angelegt und seien eine Runde schwimmen gegangen. "Und das bei morgendlichen Temperaturen von 13 Grad - besonders warm war es unterwegs nämlich nicht."

Den "Männertrip" hatte Ludolphi schon öfter angeboten, in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal. "Leider konnte unser Smutje krankheitsbedingt nicht teilnehmen, aber wir haben über Freunde einen Koch aus Bayern mitgenommen - und alle zugenommen." Mit mindestens zwei Kilo mehr auf den Rippen sei jedes Crewmitglied nach der Woche von Bord gegangen. "Kein Wunder", meint Ludolphi. "Man bewegt sich wenig, startet aber schon mit einem üppigen Frühstück in den Tag."

Nur einen kleinen Zwischenfall habe es in der Woche gegeben. Ludolphi erzählt: "Zwei Männer, gleichzeitig Kojennachbarn, sind ohne Handy an Land gegangen. Als wir ablegen wollten, waren sie noch nicht zurück an Bord. Das hat aber niemand gemerkt, weil wir auf die Frage, ob jeder seinen Kojennachbarn sehe, nur positive Antworten bekommen hatten."
Erst nach dem Ablegen stellte sich heraus, dass die beiden fehlten. Da war Zurückfahren und erneutes Anlegen angesagt - worüber der Kapitän ziemlich ungehalten gewesen sei. "Wir mussten alle warten. Die Männer hatten davon nichts mitbekommen und winkten uns fröhlich zu, als sie endlich wieder bei uns eintrafen."

Die Stimmung an Bord sei aber insgesamt sehr gut gewesen. "Jeder hat mit angepackt, wo er konnte. Und fast alle haben gesagt, sie möchten beim nächsten Mal wieder mit dabei sein." 

Darüber freut sich der Verantwortliche, doch im Moment ist seine Sehnsucht nach einem neuen Törn erst mal gestillt. "Es ist eine Gruppenreise, bei der sehr viel organisiert werden muss und ich für alle der Ansprechpartner bin", erklärt Ludolphi. Das sei zwar sehr schön, aber auch sehr anstrengend. "Ich habe nichts dagegen, wenn beim nächsten Törn mal ein anderer die Planung übernimmt."