Anwohnerprotest gegen Schwerlastverkehr auf der L140: Hilfe aus Hamburg für Altländer Bürger

Mitglieder der ehemaligen Bürgerbewegung für die Ortsumgehung Finkenwerder übergaben ihre Schilder an Bürger aus Mittelnkirchen
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lt. Mittelnkirchen. Im Kampf gegen den Durchgangs- und Schwerlastverkehr durch das Alte Land rüsten die Anwohner in Mittelnkirchen auf und machen ihre Wut über das steigende Verkehrsaufkommen (das WOCHENBLATT berichtete) jetzt sichtbar. Und zwar mit Hilfe von gelben Schildern, die vielen bekannt sein dürften.
Die ca. 80 mal 60 Zentimeter großen Hingucker, die auf Bauschäden, Erschütterungen, Verkehrslärm und Tempo 30 für Busse und Lkw verweisen, hingen in den vergangenen Jahren an den Häusern vieler Bürger in Hamburg-Finkenwerder.
Mitglieder der ehemaligen Bürgerinitiative, die rund 40 Jahre für die Ortsumgehung in Finkenwerder gekämpft hat, übergaben kürzlich rund 20 Schilder an die genervten Altländer, die im beschaulichen Mittelnkirchen direkt an der Landesstraße 140 wohnen und u.a. über Risse in den Häusern und eine enorme Lärmbelastung klagen.
Seit nämlich der Verkehr über die Finkenwerder Umgehung fließt, haben sich die Probleme im Alten Land zugespitzt. Denn für viele Spediteure ist die Route durchs Alte Land der kürzeste Weg zum Ziel.

Wie berichtet, hat sich die Zahl der Lkw, die sich durch den Altländer Ort schlängeln, innerhalb rund eines Jahres werktags täglich von 600 auf 700 gesteigert.
Außerdem sind viele Fahrzeuge zu schnell unterwegs.
Grund genug für einige aufgebrachte und genervte Bürger aus Mittelnkirchen, den Kontakt zur ehemaligen "Bürgervereinigung Umgehungsstraße Finkenwerder" (später "Ortsumgehung jetzt") aufzunehmen.
Ergebnis: In der vergangenen Woche wurden den Altländern als Unterstützung für ihren Protest ca. 20 gelbe Schilder mit Hinweisen auf Bauschäden, Verkehrslärm, Erschütterungen und Tempo 30 für Busse und Lkw von den Hamburgern übergeben. Einige Schilder hängen bereits an Häusern und Zäunen in Mittelnkirchen.
"Wir kämpfen weiter, befinden uns jetzt sozusagen auf der Überholspur", sagt Joachim Streckwaldt, betroffener Anwohner aus Mittelnkirchen. Er hat sich von den "Kollegen" aus Finkenwerder viele Tipps im Kampf gegen den Lkw-Verkehr vor der Haustür geben lassen. Ihm sei klar, dass den Mittelnkirchenern ein langer und harter Weg bevorstehe, so Streckwaldt. Dennoch sagt er: "Das Maß ist voll und wir werden weiter kämpfen."

Und das fordern die Anwohner: Tempo 30 für Lkw, ein Überholverbot im Ort, ein Durchfahrtsverbot für Lkw zwischen 22 und 6 Uhr (Anlieger ausgenommen), ein Durchfahrtsverbot für Lkw am Wochenende und an Feiertagen (Anlieger ausgenommen), ein Durchfahrtsverbot für Gefahrguttransporte sowie die komplette Freigabe der A26 nach Fertigstellung der Anschlussstelle Jork.

• Lühes Samtgemeindebürgermeister Hans Jarck weist darauf hin, dass Bürger die durch den Schwerlastverkehr entstandenen Schäden an ihren Häusern dokumentieren und im Rathaus melden sollen.

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