"Appelsnut Grundschool" stellt Konzept für Ganztagsschule vor
Hollern-Twielenfleth: Bessere Lernqualität und mehr Chancengleichheit

Stellten ein Konzept vor, dass keine Fragen mehr offen ließ: Schulleiterin Tina Reiß (re.) und Projektleiterin Sonja Tietz
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  • hochgeladen von Alexandra Bisping

ab. Hollern-Twielenfleth. Mittagessen, außerunterrichtliche Angebote und bauliche Veränderungen - das waren die drei Schwerpunkte, die Schulleiterin Tina Reiß mit Projektleiterin Sonja Tietz kürzlich in ihrem Konzept in der Grundschule in Hollern-Twielenfleth vorstellte. Die Informationen zum Vorhaben Ganztagsschule waren so detailliert ausgearbeitet, dass es am Ende seitens der Eltern keine Fragen mehr gab. Als Start ist September 2021 anvisiert.

Zum ersten Mal applaudierten die Eltern während dieser Info-Veranstaltung, als Tina Reiß den neuen Namen der Schule bekannt gab. "Wir heißen ab sofort ,Appel-#+snut Grundschool'", verkündete sie fröhlich, bevor sie mit Sonja Tietz das Projekt erläuterte. 

Eine Planungsgruppe mit Eltern-#+unterstützung hatte jahrelang an dem Konzept gefeilt. Vier Teams hatten sich daraus gebildet: das Team Bau, das Team Kommunikation, das Team außerunterrichtliches Angebot sowie das Team Mittagessen. 

Infrage komme nur eine teilgebundene Ganztagsschule, was bedeutet: An zwei Tagen pro Woche müssen die Schüler an einem außerunterrichtlichen Angebot teilnehmen, an den anderen Tagen ist die Teilnahme freiwillig.

Das erste Ziel, so Reiß, sei ein rhythmisierter, strukturierter Tagesablauf, der sich folgendermaßen gestalte:
Begonnen wird mit einem sogenannten pädagogischen Anfang, bei dem die Schüler um 7.55 Uhr da sein müssen, aber noch 20 Minuten Zeit haben, "um anzukommen und sich miteinander auszutauschen". Weiter geht es dann mit zwei Mal 90 Minuten Blockunterricht, unterbrochen von einer halbstündigen Pause. Anschließend folgen 45 Minuten Lern- und Übungszeit und das Mittagessen. Am Nachmittag geht es dann weiter mit 60-minütigem bzw. 45-minütigem Blockunterricht. "Die Unterrichtsmodelle werden angepasst. Nachmittags werden voraussichtlich keine Arbeiten geschrieben." In effektiven Pausen können sich die Schüler beispielsweise ausruhen oder bewegen.

Als zweites Ziel wird das Fördern und Fordern anvisiert. Hausaufgaben werden zu Schulaufgaben, wobei 35 Minuten unter Aufsicht das Material der Schule aufgearbeitet werden soll. Tina Reiß: "Auch für Eltern bedeutet das eine Entlastung. Und es erhöht die Chancen der Schüler, denn auch in Hollern-Twielenfleth hat nicht jeder von ihnen zu Hause einen Ansprechpartner." Ebenfalls geplant: selbstgesteuertes Lernen in Lernwerkstätten. Auch klassenübergreifendes Arbeiten auf unterschiedlichem Niveau wird angeboten.

Drittes Ziel ist ein positives Schulklima, das das soziale Miteinander und die Entwicklung gleicher Chancen beinhaltet, Schule nicht nur als Lehrraum, sondern als Lebensraum wahrgenommen werde. Dazu zählt auch der Umbau der Mensa, die außer als Ort zum Mittagessen als Dorfgemeinschaftshaus genutzt werden soll.
Als Hauptziel wurde die Steigerung der Unterrichtsqualität durch ein vielfältiges Lernangebot definiert. 

Für die baulichen Veränderungen, die neben der Mensa unter anderem auch die Aula, sämtliche Unterrichtsräume sowie sanitäre Anlagen betreffen, wurden die Schulplaner Stefan Niemann (Büro Sichtweise aus Verden) und Dirk Landwehr (Trapez Architekturbüro aus Hamburg) dazugeholt. Sie befassen sich auch mit der Umgestaltung der Grundschule "Am Westerminnerweg" in Jork.
Gibt es vom Samtgemeinderat für das Vorhaben am 25. September grünes Licht, wird am 1. Dezember ein Antrag an die Landesschulbehörde abgeschickt. Eine Antwort wird bis 31. Januar 2020 erwartet.

• Die Präsentation zur Ganztagsschule kann unter www.grundschule-hollern-twielenfleth.de angesehen und heruntergeladen werden.

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