Keine Kippen mehr am Strand
In Bassenfleth gibt es jetzt Aschenbecher

Unterstützen das Projekt der Strandaschenbecher (v. li.): Michael Senf (Sparkasse Stade-Altes Land), Sabine Kiehl (Umweltamt), Timo Gerke (Bürgermeister Hollern-Twielenfleth), Klimaschutzmanagerin Phoebe Schütz, Ricardo Schmorl und Strandwächter Ernst-August Pape
  • Unterstützen das Projekt der Strandaschenbecher (v. li.): Michael Senf (Sparkasse Stade-Altes Land), Sabine Kiehl (Umweltamt), Timo Gerke (Bürgermeister Hollern-Twielenfleth), Klimaschutzmanagerin Phoebe Schütz, Ricardo Schmorl und Strandwächter Ernst-August Pape
  • Foto: Klimaschutzmanagement Altes Land & Horneburg
  • hochgeladen von Susanne Böttcher

bo. Bassenfleth. Zigarettenstummel gelten als das häufigste Abfallprodukt an Stränden und Küsten. Viereinhalb Milliarden gelangen jährlich in die Umwelt. Auch am Bassenflether Strand lassen Raucher Kippen liegen. Das soll in Zukunft nicht mehr so sein: Dort gibt es jetzt Strandaschenbecher. Zwei Stationen mit jeweils 21 Aschenbechern sind eingerichtet worden. Info-Tafeln klären über das Umweltproblem auf und weisen darauf hin, wie die Aschenbecher zu benutzen sind.

Das Prinzip ist einfach: Raucher nehmen sich eines der kleinen, grünen, verschließbaren Gefäße mit zu ihrem Platz am Strand. Wenn sie den Strand verlassen, entleeren sie den Inhalt in den Mülleimer und legen den Becher in die Station zurück. Leider sind die ersten schon abhanden gekommen - achtlos liegengelassen oder als Souvenir mit nach Hause genommen? Zigarettenstummel sind wahre Giftbomben: Nicht nur der hohe CO₂-Ausstoß durch das Rauchen belastet die Umwelt, in den Zigarettenfiltern befinden sich 250 Giftstoffe, darunter neben dem Nervengift Nikotin auch Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd, Benzol und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Aus den Filtern werden die Gifte in den Sand ausgewaschen, landen in Flüssen und im Meer.

Die Aschenbecher-Stationen in Bassenfleth sind ein Projekt der Klimaschutzregion Altes Land und Horneburg zur Abfallvermeidung an den Elbstränden im Alten Land. Es wird gefördert vom Umweltamt des Landkreises Stade, der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums, der Sparkasse Stade-Altes Land und der Tischlerei Schmorl. Die Initiatoren appellieren an die Strandbesucher: "Machen Sie mit und halten Sie Strand und Gewässer kippenfrei!"

Autor:

Susanne Böttcher aus Buxtehude

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