Messbar mehr Lkw im Alten Land

Durch das beschauliche Mittelnkirchen fahren täglich rund 5.000 Pkw und 700 Lkw
  • Durch das beschauliche Mittelnkirchen fahren täglich rund 5.000 Pkw und 700 Lkw
  • hochgeladen von Lena Stehr

lt. Mittelnkirchen. Auf der L140 in der Ortsdurchfahrt Mittelnkirchen fahren viele Autos zu schnell. Außerdem hat sich die Zahl der Lkw, die sich durch den Altländer Ort schlängeln innerhalb rund eines Jahres werktags täglich von 600 auf 700 gesteigert. Das sind die Ergebnisse einer Verkehrszählung des Landkreises Stade.
Das Messgerät stand je eine Woche an zwei Stellen. Am ersten Messpunkt in der Kurve auf Höhe des Neuen Muddwegs wurden keine auffälligen Geschwindigkeiten festgestellt, so Landkreis-Sprecher Christian Schmidt. Die meisten Fahrzeuge fuhren nicht schneller als 59 km/h, nur 0,35 Prozent waren schneller unterwegs.
Innerorts sei die Situation aber anders, so Schmidt. Zwischen Dorfgemeinschaftshaus und Dollerner Brücke seien immerhin 26 Prozent der Fahrzeuge (Fahrtrichtung Hamburg) bzw. 39,7 Prozent (Fahrtrichtung Steinkirchen) mit Geschwindigkeiten zwischen 60 und 69 km/h gemessen worden.
Rund 4 Prozent der Fahrzeuge waren noch schneller unterwegs und rasten mit bis zu 80 km/h durch den Ort. Darauf wolle der Landkreis jetzt mit Geschwindigkeitskontrollen reagieren, so Schmidt.
Die Verkehrszählung hat zudem ergeben, dass rund 5.000 Pkw werktags durch Mittelnkirchen fahren. Die Anzahl sei damit im Vergleich zur letzten Messung 2012 nahezu gleich geblieben. Verglichen werden konnte aber nur die Fahrtrichtung Jork/Hamburg.
Dass der Lkw-Verkehr dagegen zugenommen hat, haben die Bürger längst gemerkt und das Thema immer wieder zur Sprache gebracht (das WOCHENBLATT berichtete). Die Samtgemeinde Lühe hat jetzt reagiert und eine Arbeitsgruppe gebildet, die nach Lösungen für die Verkehrsproblematik suchen und alle Beteiligten an einen Tisch holen soll.
"Wir sind auch auf die Hilfe von Fachleuten angewiesen, die sich mit Verkehrsströmen auskennen und wissen, wie man diese umleiten kann", sagt Samtgemeindebürgermeister Hans Jarck.
Er sieht die Sache realistisch und geht davon aus, dass die Bürger mit der zunehmenden Verkehrsbelastung leben müssen. Die Straßen seien nunmal für Autos da, so Jarck. Ob es gelingen kann, den Lkw-Verkehr im Alten Land zu reduzieren, müsse sich zeigen. Vieles hänge auch von den Fortschritten des Autobahnbaus ab. Dass die A26 womöglich erst ab 2020 in beiden Richtungen bis nach Neu Wulmstorf befahrbar ist, mache die Lage für das Alte Land nicht besser, so Jarck.
Wie berichtet, plant die Landesbehörde nach Absprache mit dem Landkreis und der Stadt Buxtehude den fünf Kilometer langen Abschnitt von Horneburg bis zur Anschlussstelle Jork nur für Autos in Richtung Stade freizugeben. Lastkraftwagen soll die Auffahrt verboten werden.
In die andere Richtung ist in Horneburg Endstation. Alle Pkw und Lkw müssen wie derzeit an der Abfahrt Horneburg runter von der A26, wenn sie weiter nach Hamburg fahren wollen. Dies soll für einen Übergangszeitraum gelten - bis 2020 die A26 bis zur Anschlussstelle Neu Wulmstorf befahrbar ist. Andernfalls befürchten die Verkehrsexperten, dass die Belastung für die Orte Jork, Neukloster und Dammhausen zu groß wird, falls die Trasse vorläufig an der Kreisstraße 26 in Jork enden würde.

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