Spielend Wissen vermitteln
Verein "Africa (k)now" aus Mittelnkirchen bildet Lehrkräfte in Uganda weiter

Aus einem Reissack und ein bisschen Farbe wird ein Zahlenspiel für die Kinder
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  • Aus einem Reissack und ein bisschen Farbe wird ein Zahlenspiel für die Kinder
  • Foto: Petra Hege
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jab. Mittelnkirchen. Was in Deutschland ganz normal ist, besitzt in Uganda keinen hohen Stellenwert: Wissen spielerisch zu vermitteln. "Spielen wird nicht als Lernen angesehen", sagt Petra Hege, Vorsitzende des Vereins "Africa (k)now" aus Mittelnkirchen. Sie und ihre Mitstreiter setzen sich dennoch dafür ein, den Lehrkräften vor Ort zu zeigen, wofür Spielen alles gut ist. Damit sie das Erlernte in ihren Einrichtungen auch mit einfachen Mitteln umsetzen können, führte der Verein eine Fortbildung via Internet durch.

Schon im Kindergarten lernen die Kinder in Uganda, die zwischen vier und sieben Jahre alt sind, Lesen und Schreiben. "Spielen steht dabei nicht auf dem Plan", sagt Hege. Dabei können die Kinder auch hierbei viel mitnehmen. Mit Steinen, Bauklötzen oder einfach mit dem Innenteil von Maiskolben ließen sich beispielsweise Türme bauen. Größe, Lage, Gewicht spielen hierbei eine Rolle. "Dass Mathe damit zu tun hat, war für viele eine große Erkenntnis", erklärt Hege. Grundlagen eignen sich die Kinder so spielerisch an. Bei einfachen Regelspielen lernten Kinder Regeln einzuhalten, abzuzählen, schulten ihre Konzentration und beim Würfeln das Mengenverständnis. In Rollenspielen "eignen sich die Kinder die Welt an", sagt Hege. Sie probieren sich aus, üben das soziale Miteinander und stärken ihre Empathie.

Theorie in die Praxis umsetzen

Die Lehrkräfte setzten im Anschluss an die Theorie ihr Wissen direkt in die Praxis um. Denn Spielsachen aus ganz einfachen Mitteln selbst herzustellen, war ein wesentlicher Bestandteil der Weiterbildung. Sie stellten Puppen aus Bananenblättern her, Kaufmannsläden aus Kartons, bastelten Früchte mit Kleister aus Mehl und Wasser, Zeitungspapier und etwas Farbe oder "Brett"-spiele aus Reissäcken mit selbst hergestellten Würfeln.
Die Ideen zu den Spielsachen sammelte Hege auf ihren vielen Reisen. Sie besuchte zahlreiche Projekte in Afrika und fasste die Eindrücke in einer Broschüre zusammen. In Videos gab sie ihr Wissen nun an die Projektteilnehmer weiter. Aber auch die Vereinsmitglieder konnten einiges lernen, beispielweise wie Bälle oder auch Puppen aus den Fasern von Bananenblättern entstehen.

"Selbst hergestellte Spiele werden mehr wertgeschätzt als gekaufte", sagt Hege. Umso schöner sei es zu sehen, wie stolz die Teilnehmer auf ihr Werk sind. Die Spielsachen konnten allerdings noch nicht im Kindergarten oder der Schule getestet werden. Seit März sind alle Einrichtungen wegen Corona geschlossen und erst im Januar sollen sie wieder öffnen. Solang sollen die Lehrkräfte in weiteren Fortbildungen geschult werden.

• Wer den Verein "Africa (k)now" unterstützen möchte, kann sich unter der Rufnummer 04142-812595 oder per E-Mail an africaknow@mail.de melden. Weitere Informationen gibt es auf www.africaknow.de.

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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