"Ich steh auf kleine Locations"

Sänger Max Mutzke über kleine Veranstaltungen, Stefan Raab und warum der "ESC" für ihn kein Thema mehr ist

Seit seinem Auftritt 2004 beim Eurovision Song Contest (ESC) in Instanbul gehört er zu den angesagtesten Künstlern der deutsche Musikszene. Am Samstag, 14. März, tritt der gebürtige Schwarzwälder Max Mutzke (33) im Rahmen der "First Class Session" im Jugendzentrum Blue Star in Neu Wulmstorf auf - Grund genug für das WOCHENBLATT, den sympathischen Sänger ins Visier zu nehmen.
WOCHENBLATT: Herr Mutzke, Sie treten bald im Juz auf. Wie kommen Sie zu dieser Location?
Max Mutzke: Können wir uns dutzen? Über Peer Frentzke, einen der Mitbegründer und Musiker der "First Class Session", kam das zustande. Das Juz selbst kenne ich nicht. Warst du schon mal da?
WOCHENBLATT: Eine schöne Location mit toller Atmosphäre.
Max Mutzke: 300 Leute sollen ins Juz passen, das finde ich gut. Auftritte vor einem Publikum mit mehreren tausend Besuchern sind immer ziemlich unpersönlich. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich kleine Locations großen vorziehen. Das Publikum hat das Gefühl, mich zu kennen. Das sehe ich an den Augen. Ich mag diese Nähe.

WOCHENBLATT: Du hattest schon öfter mit Stefan Raab zu tun. Steht ihr noch in regem Kontakt?
Max Mutzke: Ja, gerade haben wir gemeinsam am Soundtrack für den neuen Film von Cornelia Funke "Die Gespensterjäger" mit Anke Engelke und Bastian Pastewka gearbeitet. Stefan und ich verstehen uns sehr gut, wir sind auch schon zusammen in den Urlaub gefahren.
WOCHENBLATT: Stefan Raab hatte dich damals für den ESC entdeckt. Wird es für dich nach 2004 einen weiteren Auftritt geben?
Max Mutzke: Für den ESC 2015 wurde ich wieder gefragt, habe mich aber dagegen entschieden. So ein Auftritt ist toll, keine Frage, aber er stigmatisiert auch stark. Schlagersängerin Nicole hatte ihren Auftritt vor über 30 Jahren, das haftet noch immer an ihr. Und in Interviews wurde ich nach Jahren noch zum ESC befragt, da dachte ich: Mensch, ich mache doch auch andere Sachen! Das hat irgendwann genervt.

WOCHENBLATT: Ist Musikmachen und Singen in deiner Familie ein Thema?
Max Mutzke: Meine Frau hat noch nie ein Instrument gespielt, hat allerdings einen sehr guten Musikgeschmack. Ich singe mit meinen Kindern, beispielsweise vor dem Schlafengehen. Instrumente spielen für sie auch schon eine Rolle, das ist mir sehr wichtig.
WOCHENBLATT: Was hältst du als Musiker und Familienvater von Musik-Casting-Shows für Kinder?
Max Mutzke: Ein heikles Thema. Mit Kindern muss man sehr vorsichtig umgehen, vor allem beim Bewerten und Platzieren. Es sollte in diesen Shows nur einen ersten Platz geben, keine komplette Durchplatzierung - für den letzten ist das sonst einfach grausam.

WOCHENBLATT: Du hattest gerade einen Auftritt in Hamburg, kommst bald nach Neu Wulmstorf. Hast du eine engere Bindung zum Norden?
Max Mutzke: Erstaunlicherweise trete ich sehr viel mehr im Norden auf als im Süden. Dabei konnte ich mit vielen Leuten zwischen Bremen, Hannover und Hamburg enge Beziehungen knüpfen und hab im Norden viele Freunde.

WOCHENBLATT: Wie sieht dein nächstes Projekt aus?
Max Mutzke: Am 9. März gebe ich mein neues Album ab, zu meiner Freude von Andreas Herbig produziert. Er hat schon mit Künstlern wie Udo Lindenberg, Max Herre und Clueso gearbeitet. Das Album kommt voraussichtlich Ende Mai raus. Es geht in Richtung R&B und Soul und heißt "Max" - mit einem sehr coolen Artwork-Cover.

• Karten im Vorverkauf, Infos unter: www.1stclass-session.de/tickets/ • Jugendzentrum Blue Star, Ernst-Moritz-Arndt-Straße 32, Neu Wulmstorf.

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