sla. Neu Wulmstorf. Was ist denn in Neu Wulmstorfs Norden los, fragen sich aufmerksame Bürgerinnen und Bürger. Seit Tagen waren Baufahrzeuge damit beschäftigt, das kleine Wäldchen zwischen dem Edeka-Markt und der Logistikhalle von Prologis zu roden. Der ehemals idyllische Weg entlang der S-Bahn-Linie Richtung Buxtehude gleicht nun einer kahlen Matschfläche. "Wie traurig", äußerten sich WOCHENBLATT-Leser und Spaziergänger gleichermaßen und spekulierten, ob dort eine Gewerbefläche oder neuer Wohnraum entsteht.
Bis zuletzt waren auf dem Grundstück hinter dem Skaterplatz Schrebergärten mit Hütten, die trotz vorheriger Proteste der Rodung neben Büschen und Bäumen ebenfalls zum Opfer fielen. Die Verwunderung ist bei vielen groß, zumal gerade zwischen Neu Wulmstorf und Buxtehude der Naturschutz immer wieder im Vordergrund steht.
"Seit Jahren verhindert der berühmte Wachtelkönig eine Radwegverbindung zwischen den beiden Orten. Für mich als Radfahrer bedauerlich", schrieb dazu ein Leser.
Das WOCHENBLATT hakte nach, warum es zu dieser radikalen Rodung gekommen ist. Der Eigentümer des rund 3,5 Hektar großen Grundstückes ist die Proligis, ein Anbieter von Industrieimmobilien. "Es ist eine routinemäßige Maßnahme jetzt im Winter, um gegebenenfalls nach einer Baugenehmigung später rasch ein Projekt umzusetzen", sagte Philipp Feige, Market Officer Germany bei Prologis. Man habe das Grundstück im Gewerbegebiet gekauft, um es zu nutzen, doch derzeit seien konkrete Pläne noch nicht spruchreif. Der Immobilienprojektentwickler hat dort für Jack Wolfskin 2008 eine Logistikhalle und 2011 eine Erweiterung erbauen lassen. Jack Wolfskin betreibt in der Prologis Logistikhalle sein rund 45.000 qm großes Zentrallager. Das gerodete Grundstück gehöre der Prologis schon länger und sei im Bebauungsplan als Gewerbefläche ausgewiesen, so Philipp Feige.

Autor:

Susanne Laudien aus Buxtehude

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