Neu Wulmstorf: Bäderbetriebe stehen auf dem Prüfstand

Bevor das Wasser in das große Becken eingelassen wird, muss der Beckenboden gereinigt werden
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  • Bevor das Wasser in das große Becken eingelassen wird, muss der Beckenboden gereinigt werden
  • hochgeladen von Alexandra Bisping

Freibadsaison in Neu Wulmstorf beginnt bald

ab. Neu Wulmstorf. In Neu Wulmstorf steht die Freibadsaison vor der Tür: Am Sonntag, 28. Mai, werden am Talweg 3 um 10 Uhr die Pforten geöffnet. Schon 14 Tage vorher, am kommenden Sonntag, 14. Mai, endet für das öffentliche Publikum die Hallenbadsaison. Bedeutet: 14 Tage keine Schwimmmöglichkeit in der Gemeinde.

Das sei betrieblich erforderlich, denn diese Zeit wäre notwendig, um Ausrüstung und Material vom Hallen- ins Freibad zu bringen, erklärt Sandra Lyck, Sprecherin der Gemeinde.

Die Vorbereitungen für die Freibadsaison laufen seit 10. April. Größere Reparaturen seien in diesem Jahr nicht erforderlich. Die letzte Sanierung im Freibad liegen bereits länger zurück: Im Jahr 1995 sei das alte Schwimmmeistergebäude umgebaut worden.

Das veränderte Freizeitverhalten von Badegästen zeige sich auch in Neu Wulmstorf: Wie in vielen Schwimmbetrieben zu beobachten, kämen bei schlechtem Wetter nur noch Stammgäste. Bei schönen Temperaturen hingegen würden die Bäder regelrecht überlaufen.

Meterlange Schlangen an den Kassen der Bäder seien selten geworden. Neu Wulmstorf sei dabei keine Ausnahme, dabei habe das Freibad einiges zu bieten: Es gibt eine 50-Meter-Schwimmbad, einen großzügigen Nichtschwimmerbereich und einen Fünf-Meter-Sprungturm. Anscheinend nicht genug, um Badegäste auch bei kühleren Temperaturen ins Freibad zu locken.

Doch auch im Hallenbad gebe es weniger Besucher als noch vor einigen Jahren. Außer einem 25-Meter-Schwimmbecken und einem kleinen Nichtschwimmbereich halte das Bad kaum Angebote bereit.

• Mit der Zukunft des Bäderbetriebs in Neu Wulmstorf beschäftigen sich seit einiger Zeit auch Politik und Verwaltung. Kürzlich wurde im Sportausschuss der Gemeinde eine Bäder-Analyse vorgelegt. Aus dieser geht u. a. hervor, dass allein sechs Millionen Euro erforderlich wären, um den aktuellen Status der Bäder zu erhalten. Das Unternehmen stellte außerdem sechs Konzepte vor - von einem Neubau des Hallenbades mit Capridach über den Bau eines Kombibades bis hin zu einem Spaß- und Wellnessbad. Kosten: je nach Konzept zwischen 1,5 und 14 Millionen Euro. Die Politik wird sich, so Lyck, jetzt in ihren Fraktionen damit beschäftigen und Empfehlungen abgeben.

Bevor das Wasser in das große Becken eingelassen wird, muss der Beckenboden gereinigt werden
Im Nichtschwimmerbecken kann schon geplantscht werden
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