Ortsvorsteher Hans-Werner Kordländer: Kanzler-Plausch dank Reni

Wer hier wohl das Sagen hat? Der Rader Ortsvorsteher Hans-Werner Kordländer mit Hündin Reni
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Im dritten Teil unserer WOCHENBLATT-Serie steht der Rader Ortsvorsteher Hans-Werner Kordländer im Mittelpunkt

ab. Rade. Smalltalk mit einem früheren Kanzler gehört nicht zu den üblichen Aufgaben eines Rader Ortsvorstehers. Doch dank Hündin Reni erlebte Hans-Werner Kordländer (73) auch das. „In Schneverdingen bin ich bei einem Spaziergang Gerhard Schröder begegnet, der war auch mit Hund unterwegs. Da hatte man gleich eine Gesprächsgrundlage.“

Den Satz „Du machst natürlich weiter, ne?“ hörte Kordländer in den letzten Jahrzehnten häufig. Der Rader Ortsvorsteher übt sein Amt seit bald 35 Jahren aus, hat Bürgermeister kommen und gehen sehen und vieles miterlebt. Eigentlich möchte er im kommenden Jahr abdanken, „aber wenn sich niemand findet, mache ich wohl weiter“, sagt er.

Als ihn einst Namensvetter Ratsherr Heinz Kordländer (CDU) fragte, ob er das Amt übernehmen würde, zweifelte Kordländer erst, sagte dann aber zu. „Ich wusste gar nicht genau, was auf mich zukommt, bin aber in die Tätigkeit hineingewachsen“, erinnert sich Kordländer. Zu seinen ersten Aufgaben gehörten die damaligen Agrarberichte, eine Zusammenfassung der Lage der örtlichen Landwirtschaft. „Die werden heute gar nicht mehr gemacht“, stellt er fest und fügt hinzu: „Die Ortschaft hat sich seitdem sehr verändert, es wird weniger Landwirtschaft betrieben.“

Mit den Planungen des Logistik-Parks in Mienenbüttel kam damals viel Ärger auf ihn zu. „Die einen waren pro, die anderen contra - das hat den Ort richtiggehend in zwei Lager gespalten. Da ging es hoch her“, erinnert sich Kordländer. Doch die Lage habe sich mit der Zeit zum Glück wieder beruhigt.

Die Hallen auf dem Gelände des Gewerbegebietes werden so beliefert, dass man als Anwohner davon kaum etwas mitbekomme, so der Ortsvorsteher. Während des Baus der großen Lidl-Halle, dem ersten Gebäude, gab es innerhalb der Anwohnerschaft große Sorge wegen des Lärms. Doch auch das habe sich gelegt, denn Lärm gibt es seit der Inbetriebnahme kaum noch.

Hans-Werner Kordländer selbst wohnt ziemlich dicht dran, in der letzten Seitenstraße vor dem Ortsausgang Rade Richtung Gewerbegebiet. „Zum dortigen Schichtwechsel haben wir ein recht hohes Verkehrsaufkommen durch unsere Straße“, sagt der Ortsvorsteher. Doch über die jüngsten Entwicklungen sei er sehr froh, denn es sei beschlossen, dort eine Tempo-30-Zone einzuführen. „Es fehlen nur noch die Schilder.“ Was ihn ebenfalls freut, ist die Dorferneuerung in Ohlenbüttel: „Die ist sehr gut gelungen“, findet er.

Doch eines macht dem ehemaligen kaufmännischen Angestellten Sorgen: die Verkehrsentwicklung auf der B3 und den Autobahnauf- und abfahrten. Er gibt u.a. dem veralteten Schaltsystem der Ampelanlage die Schuld und wünscht sich dort eine schnelle und dauerhafte Lösung.

Hans-Werner Kordländer ist begeisterter Hobbygärtner. Er wohnt mit Ehefrau Sigrid und seinen beiden erwachsenen Kindern auf einem Grundstück. Mischlingshündin Reni passt auf die Familie auf - und sorgt bei Spaziergängen für interessante, neue Kontakte.

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