Bürgerinitiative sammelt Unterschriften für Volksbegehren - neue Idee zur Waldsiedlung
Aktion für Artenvielfalt in Neu Wulmstorf

Sie sammeln Stimmen für das Volksbegehren (v.li.): Sonja Stey (Grüne) und 
BUND-Mitglieder Babett Ohlen und Kerstin Münnich-Krüger
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    BUND-Mitglieder Babett Ohlen und Kerstin Münnich-Krüger
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sla. Neu Wulmstorf. Etliche interessierte Bürgerinnen und Bürger informierten sich letzte Woche auf dem Neu Wulmstorfer Wochenmarkt am Stand der Bürgerinitiative "Volksbegehren Artenvielfalt" und setzten ihre Unterschrift auf die Liste. "Wir stehen hier zum ersten Mal mit einem Stand", sagt Kerstin Münnich-Krüger. Über 150 Stimmen hat die Neu Wulmstorfer Naturschützerin bereits gesammelt. Die erste Hürde wurde mit 45.000 Unterschriften in ganz Niedersachsen bereits im August genommen. Insgesamt müssen zehn Prozent aller wahlberechtigten Niedersachsen unterschreiben, damit das Gesetz im Landtag eingebracht und darüber abgestimmt werden kann. Kerstin Münnich-Krüger ist hier zuversichtlich.
Erstmals wurde die 60-Jährige 2016 für die Natur aktiv, sammelte zusammen mit den Grünen, der SPD und der Neu Wulmstorfer Bürgerinitiative 1.400 Unterschriften, um die geplante Waldsiedlung zu verhindern. Der Plan wurde vor zwei Jahren gekippt und politisch auf Eis gelegt.
Jetzt haben die Grünen dazu eine neue Idee: "Das Gebiet soll in Fortführung der Neu Wulmstorfer Heide auf dem Bebauungsplan als Ausgleichsfläche ausgewiesen werden", erläutert Sonja Stey von den Grünen. Auch BUND-Mitglied Kerstin Münnich-Krüger gefällt die Idee: "Landwirtschaftliche Flächen werden leider immer mehr in Bauland umgewandelt. Wir wollen hier mehr Landwirtschaft vor Ort sowie mehr Grünflächen, Blühstreifen und vor allem mehr Artenvielfalt." Die Schwerpunkte des aktuellen Volksbegehrens sind der Schutz der Insekten durch mehr naturnahe Blühflächen, Säume, Hecken und eine naturnähere Landnutzung, Reduzierung des Pestizideinsatzes, Schutz der Wiesenvögel und der Erhalt von artenreichem Grünland, Erhalt und Verbesserung des Zustandes der Moore, Verbesserung des Zustandes der Gewässer durch eine Ausweitung von Gewässerrandstreifen und Verzicht auf Düngung und Pestizideinsatz in diesen Bereichen, mehr Wildnisflächen in Niedersachsen und ein naturnaher Wald. (www.artenvielfalt-niedersachsen).

Autor:

Susanne Laudien aus Buxtehude

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