Famila: Weitere Hürde genommen

Städtebaulicher Entwurf gebilligt / Nach wie vor Kritik an Ansiedlungsplänen

ab. Neu Wulmstorf. nsiedlung des Verbrauchermarktes Famila ist getan: Auf ihrer jüngsten Sitzung verabschiedeten die Ratsmitglieder jetzt den städtebaulichen Entwurf für das Gelände an der Matthias-Claudius-Straße. Dabei war man sich innerparteilich nicht immer einig. Zwei Ratsherren sprachen sich deutlich gegen die Ansiedlung des großflächigen Einzelhändlers aus.

Wolfgang Klein (FDP/Die Linke) äußerte sich unmissverständlich. „Wir brauchen keinen weiteren Verbrauchermarkt in Neu Wulmstorf“, lautete der Tenor des Lokalpolitikers. Parteikollege Manfred Karthoff konnte darüber nur den Kopf schütteln. Seine Fraktion sei eindeutig für den Zuzug, so Karthoff, Klein würde eine persönliche Meinung vertreten.

Gegenwind kam auch aus dem Lager der Grünen. Man würde weder die vorhandenen Einzelhändler noch den Nachbarn Buxtehude berücksichtigen, warf der Fraktionsvorsitzende Joachim Franke den Anwesenden vor. Da sei ein Rechtsstreit absehbar. Dabei wähnte sich Franke auf einer Linie mit Malte Kanebley (CDU), der deutlich widersprach: Seine Fraktion hätte gern die Beteiligung der Öffentlichkeit abgewartet, wollte dem Planverfahren aber dennoch zustimmen.

In einem gab er dem Grünen-Politiker allerdings recht: Ebenso wie Franke zweifelte Kanebley an dem Ergebnis des kürzlich vorgelegten Verkehrsgutachtens. „Es ist schon putzig, wie alles zurechtgebogen wird, bis es passt“, sagte er in Richtung Verwaltung. Da werde vorgeschlagen, die Ampel neu einzustellen und an ein paar Knöpfen zu drehen, und schon seien 3.000 Pkw mehr am Tag problemlos abzufedern. Das Gutachten besagt, dass ein durch den Verbrauchermarkt-Zuzug erhöhtes Verkehrsaufkommen mit „vergleichsweise geringen Eingriffen“ durch die Ampelschaltung an der Kreuzung Liliencronstraße/B73 zufriedenstellend reguliert werden könnte. „Da fehlt mir der Glaube“, schloss Kanebley.

„Wenn wir an dem heutigen Zustand nichts verändern, bleibt dieses Grundstück auf ewig so unansehnlich wie bisher“, äußerte sich Jan Lüdemann (UWG). Der Rat habe beschlossen, daran etwas zu ändern. Nun sollte man das Projekt endlich auch anschieben, sagte Lüdemann.

Schon länger steht das Vorhaben, den Vollsortimenter mit 3.200 Quadratmetern auf dem ehemaligen Möbel-Meyn-Gelände anzusiedeln, auf den Agenden von Neu Wulmstorfs Verwaltung und Politik. Nach Billigung des städtebaulichen Entwurfs durch den Rat geht es in die weitere Planung und die Beteiligung der Behörden der umliegenden Kommunen.

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