Grüne fordern Klärung für Brandschutz in Rade

Wird stark frequentiert: das Gewerbegebiet Mienenbüttel an der A1 mit u.a. Gastronomiebetrieben, Lagerhallen und Tankstelle
  • Wird stark frequentiert: das Gewerbegebiet Mienenbüttel an der A1 mit u.a. Gastronomiebetrieben, Lagerhallen und Tankstelle
  • hochgeladen von Alexandra Bisping

Für die Fraktion Bündnis90/Die Grünen sind die Brandschutzmaßnahmen im Gewerbegebiet Mienenbüttel unzureichend. Erneut haben sie im Gemeinderat Neu Wulmstorf eine Anfrage zum Brandschutz gestellt. Bei jeder Beratung einer B-Planänderung im Geltungsbereich des Gewerbegebiets hätte es immer wieder Fragen dazu an die Fraktion gegeben, so der Fraktionsvorsitzende Joachim Franke. Diese Fragen seien kein ausgewiesener Gegenstand der Beratung im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss gewesen, daher habe es nur vage und unbefriedigenden Antworten gegeben.
Franke: "Unsere Fragen bleiben zu lange unbeantwortet. Über allem schwebt scheinbar die Maxime, alles möglichst intern abzuarbeiten, damit die Öffentlichkeit nicht unnötig beunruhigt wird."

Ein Teilerfolg kann verbucht werden: Mit einer finanziellen Spritze der Gemeinde wird eine neue Leitung zur Verbesserung der Löschwassersituation gebaut. Allerdings seien laut Franke etliche Fragen noch ungeklärt, beispielsweise warum diese Wasserleitung erst jetzt käme und warum sind nicht von den Investoren des Gewerbegebietes finanziert werde.

Mit einem Fragekatalog hat sich Franke im Rahmen einer öffentlichen Anfrage an die Gemeinde gewandt. Unter anderem geht es darin um nicht vorhandene unterirdische Wasserbehälter, Brandschutzkonzepte, Einsatzpläne, Lösch- und Warnvorrichtungen und vieles mehr. Daraus gehe hervor, so Franke, dass vor allem die Freiwillige Feuerwehr Rade als Erst-Einsatztruppe immer komplizierteren Gefahrenpotenzialen gegenüberstünden. Riesige Gebäudekomplexe, unterschiedlich genutzt, eine gut besuchte Gaststätte, eine Gas-Versorgungspipeline, ein Unterhaltungsbetrieb, periodisch umfangreiche Bautätigkeiten, unübersichtliche Versorgungsstrukturen und ein extrem hohes Verkehrsaufkommen stellen den Feuerschutz vor Ort vor immer neue Herausforderungen.

Die derzeit in den neuen Hallen gelagerten Materialien, u.a. Mineralölstoffe, stellen eine erhöhte Anforderung an den Brandschutz. Darum müsse die Anschaffung eines Ersatzfahrzeuges für die Feuerwehr Rade neu überdacht werden, so Franke.

Ob der Investor des Gebietes und der Betreiber der Halle an einem neuen Fahrzeug finanziell beteiligt werden müssten, müsse ebenfalls geklärt werden. Die Feuerwehr leiste einen hohen Beitrag zur Sicherheit, sagt Franke, doch müsse der Feuerschutz mit der Weiterentwicklung des Gewerbegebiets Schritt halten. "Die Feuerwehr kann kaum zum Löschen aus Hamburg kommen", so der Grünen -Politiker. Auf der nächsten Ratssitzung am Donnerstag, 19. März., erhofft sich Joachim Franke Klärung.

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