Kinderbetreuung: Container könnten in Neu Wulmstorf erst mal eine Lösung sein

Anbau oder Container? Die SPD zieht eine Erweiterung der Betreungsmöglichkeiten auch am Lutherk-Kindergarten in Betracht
  • Anbau oder Container? Die SPD zieht eine Erweiterung der Betreungsmöglichkeiten auch am Lutherk-Kindergarten in Betracht
  • Foto: ab/Gemeinde Neu Wulmstorf
  • hochgeladen von Alexandra Bisping


Betreuungsplätze sind im Krippen- und Elemtarbereich knapp / 50 Kinder außerhalb betreut

ab. Neu Wulmstorf. ab. Neu Wulmstorf. Neu Wulmstorf wächst. Ein eigentlich erfreulicher Umstand, doch schon jetzt fehlt es der Gemeinde an Kinderbetreuungsplätzen. Die SPD hatte dazu einen Antrag eingereicht. Sie fordert, schnellstmöglich kurz- und langfristige Lösungen zu finden und zieht in Erwägung, Container aufzustellen. In seiner Sitzung am morgigen Donnerstag (19.30 Uhr) berät der Rat über den Antrag.

Jüngst hatte Miriam Rathmann, Fachbereichsleiterin für Ordnung und Soziales, dem Jugendausschuss nach der Auswertung einer Online-Warteliste Zahlen vorgelegt. In den zwölf von der Gemeinde und sieben verschiedenen Trägern betriebenen Betreuungseinrichtungen stehen 667 Plätze im Elementarbereich, 161 Plätze im Krippenbereich und 40 Plätze im Hort zu Verfügung. Dazu gibt es neun Betreuungsgruppen im außerschulischen Bereich. Der letzte noch freie Platz wurde Anfang des Monats belegt - alle anderen Plätze sind vergeben.

Aktuell werden bereits 50 Kinder im Nachbarbundesland Hamburg betreut. Doch auch da wird es zukünftig eng, spätestens dann, wenn die unmittelbar an Neu Wulmstorf grenzende gigantische Wohnlandschaft „Fischbeker Reethen“ mit ihren geplanten 2.200 Wohnungen realisiert worden ist.

Ab 1. August 2018 können die Neu Wulmstorfer Kitas durch das Abwandern schulpflichtiger Kinder voraussichtlich 104 Plätze im Elementarbereich und 77 Plätze im Krippenbereich vergeben. Nach jetzigem Stand deutlich zu wenig: Ohne Neuanmeldungen zu berücksichtigen, fehlen dann 16 Elementar- und 101 Krippenplätze, Tendenz steigend. Denn die Gemeinde rechnet damit, dass sie alleine aufgrund der Nachverdichtung noch mehr Betreuungsplätze benötigen wird, deren Zahl sich durch die Beitragsfreiheit im Kitabereich weiter erhöhen wird.

Seit dem Jahr 2015 prüfe die Gemeinde jede An- und Umbaumöglichkeit, heißt es seitens der Verwaltung. Dabei konnten 74 neue Plätze geschaffen und der Abbau von 36 Plätzen verhindert werden.

Doch trotz aller Anstrengungen personeller und finanzieller Art sei die Gemeinde der großen Nachfrage an Betreuungsplätzen nicht ausreichend nachgekommen, stellt der SPD-Fraktionsvorsitzende Tobias Handtke fest. „Es muss noch eine Schippe draufgelegt werden.“ Darum will die SPD nun mit einem Maßnahmenpaket dem Betreuungsplatzmangel entgegenwirken und erwägt dabei das Aufstellen von Containern beim Familienzentrum, einen Anbau an die Kita Fuchsbau und an den Luther-Kindergarten sowie das Aufstellen weiterer mobiler Unterkünfte.

Handtke: „Gemeinde, Verwaltung und Politik bezeichnen sich im Leitbild als familienfreundliche Gemeinde. Das ist aber harte Arbeit.“ Diesem selbst erteilten Auftrag müsse man nun mit höchster Priorität nachkommen.

Container, besser als ihr Ruf
Was? Mein Kind soll in einem Container betreut werden? Wie schrecklich!“, mögen manche Eltern jetzt denken. Doch das ist nicht unbedingt der Fall: Als vor ein paar Jahren das Stieglitzhaus sowie die dazugehörige Kita in Buxtehude neu gebaut wurden, bewunderten meine Kinder die Container, in die ihre Freunde jeden Tag gehen „durften“. Drinnen war es hell, warm und gemütlich. Und spielen konnte man dort prima. Klar, nichts geht über ein festes Haus, doch die Containervariante ist meiner Meinung nach eine schnelle und solide Lösung.

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