Ergebnisbericht zur Bürgerbeteiligung
Varianten für die Ortsumgehung Elstorf

bim/nw. Neu Wulmstorf. Über 100 wertvolle Hinweise und Optimierungsvorschläge zu den Trassen östlich und westlich von Elstorf gingen im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zur Ortsumgehung Elstorf im Zuge der B3 aus der Bevölkerung ein. Die zahlreichen Hinweise, Ideen und Anmerkungen der Bürger nahm die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) in die Planung auf. Nun liegen der Ergebnisbericht zur Bürgerbeteiligung sowie der überarbeitete Plan der Varianten vor.
Im Zuge der Planungswerkstatt und der Fachdialoge mit Experten aus der Region brachten die Bürgervertreter ihre umfangreichen Kenntnisse über den Planungsraum ein. Sie wiesen u.a. auf besondere Biotope, Verkehrsknotenpunkte oder wichtige Naherholungsgebiete hin.
So wurden die Trassen
optimiert

In den vergangenen Wochen arbeiteten die Straßen- und Umweltplaner die Hinweise in die vorhandenen Trassenvarianten ein. An zahlreichen Stellen nahmen sie kleinere Anpassungen vor, doch auch größere Veränderungen und Optimierungen wurden umgesetzt. Nördlich von Ardestorf musste die Trasse 3.1 z.B. näher an den Ort herangerückt werden, da an dieser Stelle nun die Genehmigung für eine Erweiterung der Bodenabbaufläche vorliegt. Die Varianten 2.1 und 4.1 verlaufen jetzt nicht mehr so nah an Daerstorf, sondern etwa mittig zwischen den Ortschaften Elstorf und Daerstorf. Die Planungen für einen Erlebnishof führten zudem dazu, dass die Trasse 4.1 verlegt werden musste. „Und auch eine ganz neue Trasse – die Trasse 6.1 – ist auf Basis der Anregungen der Bürger entstanden“, so Annette Padberg, zuständige Fachbereichsleiterin Planung der NLStBV in Lüneburg.
Ermittlung der
Vorzugsvariante

In einem Variantenvergleich werden nun alle Varianten eingehend untersucht und miteinander verglichen. Die Variante, die sich unter Beachtung aller Kriterien als die beste herausstellt, wird zur sogenannten Vorzugsvariante. Sie soll im Herbst 2019 vorliegen und dann der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Vorzugsvariante bildet die Grundlage für das Anfang 2020 startende Raumordnungsverfahren.
Über die
Bürgerbeteiligung

Beim gesamten Planungsprozess setzt die Behörde auf eine umfassende und frühzeitige Bürgerbeteiligung. Diese fußt auf Öffentlichkeitsveranstaltungen, bei denen alle interessierten Bürger über wesentliche Planungsfortschritte informiert werden und darüber diskutieren können, und auf Planungswerkstätten und Fachdialogen, bei denen sich Bürgervertreter und Experten aus der Region im kleineren Kreis zu Themen wie Landwirtschaft, Umwelt- und Artenschutz sowie Lärm und Verkehr austauschen und Planungsideen erarbeiten können.
• Alle Ergebnisse können nachgelesen werden unter www.b3-elstorf.niedersachsen.de.

Über die Ortsumgehung

Das Projekt „B3 Ortsumgehung Elstorf“ umfasst den zweiten und dritten Bauabschnitt der B3n westlich von Neu Wulmstorf bis südlich von Elstorf und wird vom Geschäftsbereich Lüneburg der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) geplant. Der Streckenabschnitt in dem ca. 2.350 Hektar großen Planungsgebiet wird je nach Trassenvariante sechs bis acht Kilometer lang sein. Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann hat die Ortsumgehung Elstorf zum Pilotprojekt für Planungsbeschleunigung in Niedersachsen erklärt, was auch durch eine umfassende Bürgerbeteiligung realisiert werden soll. Als Achse zwischen der noch entstehenden A26 und der A1 sowie zwischen Buxtehude und Soltau kommt der B3 eine besondere Verbindungsfunktion in der Region zu.

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