Gewerbe-Talk mit Niedersachsens Wirtschaftsminister
Was Bernd Althusmann zur aktuellen Corona-Lage sagt

Niedersachsens Wirtschaftsminister
Dr. Bernd Althusmann
  • Niedersachsens Wirtschaftsminister
    Dr. Bernd Althusmann
  • Foto: CDU in Niedersachsen/Tobias Koch (www.tobiaskoch.net)
  • hochgeladen von Susanne Laudien

Beim ersten Neu Wulmstorfer Gewerbe-Talk auf Einladung von Thomas Wilde, CDU-Vorsitzender in Neu Wulmstorf, und dem Gewerbeverein Neu Wulmstorf als Co-Partner, war Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann vergangenen Freitag zu Gast. Bei der digitalen Diskussion mit rund 20 Teilnehmern aus Politik und Wirtschaft, darunter u.a. Jan Lüdemann (UWG/Freie Wähler), Lars Oldach (K&S Seniorenresidenz), Torsten Möller (Lebensbaum Ambulanter Pflegedienst), Matthias Süchting (Autohaus S&K) und Ralf Moormann (Firma Zajadacz), äußerte sich der Wirtschaftsminister zur aktuellen Corona-Lage und zum neuen Infektionsschutzgesetz.
Eine Öffnungsklausel wie etwa Click & Collect soll es weiterhin geben, so der Minister. Auch auf den vorerst abgeblasenen Modellversuch für zwölf ausgewählte Städte und Kommunen in Niedersachsen, darunter auch Buxtehude, hoffe Althusmann nach wie vor. Trotz der zahlreichen Förderprogramme und Überbrückungshilfen in Höhe von insgesamt rund zwei Milliarden Euro, die in Niedersachsen geleistet wurden, gab Althusmann eine düstere Prognose: "2021 wird es 40.000 Insolvenzen geben." Und der Wirtschaftsminister gestand: "Wir haben in den letzten Monaten nicht alles richtig gemacht."
Marcus Hauschild, Vorsitzender des Neu Wulmstorfer Gewerbevereins, fragte den Minister nach "ZeroCovid" - also deutliche Beschränkungen, um die Infektionszahlen auf null zu bekommen. "Über die Ausgangssperre streiten sich selbst die Gelehrten - jetzt hangeln wir uns von Lockdown zu Lockdown", so Althusmann, der zum Beispiel ein Befürworter der Oster-Ruhe war. Kritik kam von Ralf Moormann, Zajadacz-Chef von 600 Beschäftigten: Es werde zu viel diskutiert. Die Politiker sollten besser faktenorientiert vorgehen. "Es ist leicht gesagt: Wir fahren das hier mal runter. Die Menschen sind alle mürbe und brauchen eine neue Strategie." Und dass große Konzerne (in Anspielung an VW) ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken und dann Gewinne machen, rege ihn richtig auf. Positiv: Über 700.000 Niedersachsen sind geimpft. "Das ist Hoffnung, die wir brauchen", so Moormann.
Auch Lars Oldach sieht das ständige Hin und Her der Corona-Regeln als Problem. Seit einem Jahr kümmere er sich täglich um 120 Testungen, anstatt um seinen eigentlichen Job in der Senioreneinrichtung.
Dass jetzt Hausärzte in die Impfung mit eingebunden werden, darauf hätte man auch früher kommen können, gestand Althusmann. Von der Testverpflichtung der Arbeitgeber halte er hingegen nichts. Auch die Impfbürokratie kritisierte Althusmann: "Neun Menschen dokumentieren, wenn eine Person geimpft wird." Dennoch: "Wir müssen den Menschen Mut machen", sagte Althusmann. Er vermisse den Optimismus und wünsche sich, dass die Politik von Bund und Ländern einiger wäre.

Autor:

Susanne Laudien aus Buxtehude

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