Meister-Sprünge auf dem Trampolin

Bei seinen Sprüngen erreicht Niklas Apholz locker Höhen bis zu sieben Metern   Fotos: ab/TVV Neu Wulmstorf
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Niklas Apholz aus Neu Wulmstorf wird Landesmeister

ab. Neu Wulmstorf. Er hat es im wahrsten Sinne des Wortes gemeistert: Niklas Apholz vom TVV Neu Wulmstorf hat jetzt in Laatzen bei Hannover die Landesmeisterschaft im Trampolin der Jugend A gewonnen. "Es war meine erste Landesmeisterschaft. Von dem Sieg war ich total überrascht", gesteht der 17-jährige Neu Wulmstorfer. Er habe sich keine Chance ausgerechnet. Seine Konkurrenten seien sonst bei Deutschen Meisterschaften angetreten, doch hatten sie ihre Programme in Laatzen nicht durchgeturnt.

Zu insgesamt vier Durchgängen war Niklas Apholz auf dem "Doppelmini", einem niedrigen Trampolin mit zwei Sprungflächen, bei der Landesmeisterschaft angetreten. Wertungen liegen bei dem Gerät, je nach Schwierigkeitsgrad des Sprungs, bei 0,2 Punkten für eine halbe Schraube oder 0,5 Punkte für einen ganzen Salto. Apholz zeigte in seiner Kür einen Doppelsalto vorwärts mit einer halben Schraube im zweiten Salto. Eine beachtliche Leistung: Der Neu Wulmstorfer hatte nur ein Jahr Zeit, um auf dem Gerät zu trainieren. Denn der TVV hatte erst da ein Doppelmini-Trampolin bekommen.
Vor fünf Jahren kam Niklas Apholz, der die elfte Klasse des Neu Wulmstorfer Gymnasiums besucht, zum Trampolinspringen. Seine Mutter hatte damals das Angebot in einer Vereinszeitschrift entdeckt und ihren bewegungsfreudigen Spross animiert, einmal "reinzuschnuppern". "Zuerst habe ich in der normalen Gruppe mitgemacht und bin nach einem Jahr in die Leistungsgruppe gewechselt", erinnert sich der Sportler, der auch Fußball spielt. Das heißt: drei Mal in der Woche auf dem Trampolin und zwei Mal auf dem Bolzplatz trainieren.

So begeistert war der 17-Jährige dabei, dass er auch seinen Kumpel Mats Nicolai (17) in den Verein holte. 16 Jugendliche und Kinder trainieren jetzt in der Leistungsgruppe in der neuen Halle der Grundschule an der Heide. Auf dem großen Trampolin schafft Niklas locker Sprünge bis zu beeindruckenden sieben Metern.
Das könne noch höher sein, meint Trainer Michael van Triest. Denn nicht die hohen Sprünge seien riskant, sondern die Unwissenheit der Benutzer. "Trampolinspringen wird als gefährlich angesehen, weil viele nicht wissen, wie es richtig geht", sagt er. Kritisch sieht van Triest vor allem die kleinen Gartentrampoline: "Hier ist die Verletzungsgefahr für Untrainierte besonders hoch." Ein Tipp des Trainers: erst sicher werden bei den Sprüngen, dann höher springen.

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