Gewerbeverein Neu Wulmstorf: Für einen offenen Umgang

Stand Rede und Antwort: der Landtagsabgeordnete Heiner Schönecke, hier mit dem Vorsitzenden des Gewerbevereins, Frank Kockmann
2Bilder
  • Stand Rede und Antwort: der Landtagsabgeordnete Heiner Schönecke, hier mit dem Vorsitzenden des Gewerbevereins, Frank Kockmann
  • hochgeladen von Alexandra Bisping

Der Gewerbeverein lud zu Stammtisch mit Gastrednern ein

ab. Elstorf. Zu einem letzten Stammtisch des Neu Wulmstorfer Gewerbevereins im alten Jahr hatte der Vorstandsvorsitzende Frank Kockmann geladen. Im Mittelpunkt stand die aktuelle Flüchtlingssituation im Ort. Hannelore Schade und Cornelia Meyer vom Netzwerk „Willkommen in Neu Wulmstorf“ informierten die Anwesenden über den derzeitigen Stand.

Es seien momentan 280 Personen in Neu Wulmstorf untergebracht, davon die meisten in der ehemaligen Heideresidenz (140) an der Hauptstraße 12a und im neuen Flüchtlingsheim an der Kantstraße (100). Bis Ende Januar 2016 kämen noch rund 948 Menschen in den Landkreis, der Druck werde stärker, sagte Hannelore Schade. Bis zum heutigen Zeitpunkt musste Neu Wulmstorf keine Container aufstellen. In den Heimen selbst werde jetzt aber bereits aufgestockt: In der Kantstraße wohnen mittlerweile bis zu sechs Personen in einem Raum.

„Zurzeit sind es zwischen 30 und 40 ehrenamtliche Flüchtlingshelfer“, berichtete Cornelia Meyer. Doch die Flüchtlinge hätten viel Leerlauf. „Ich habe noch keinen Flüchtling getroffen, der nicht arbeiten will“, sagte sie. Doch die behördlichen Auflagen stellten oft große Hindernisse dar.

Immer wieder begegneten Meyer im Alltag negative Kommentare über die Einstellung der Ehrenamtlichen. Ihnen würde unterstellt, sie hätten bei der Tätigkeit die „rosarote Brille“ auf. Natürlich gebe es auch negative Erfahrungen mit den Flüchtlingen, so Meyer, doch sie selbst habe noch keine gehabt. „Die meisten Menschen sind einfach dankbar, dass sie hier sein dürfen, und schämen sich, wenn sich einer daneben benimmt.“ Polizeichef Uwe Hesebeck gab kürzlich bekannt, dass sich die Kriminalitätsstatistik in Neu Wulmstorf nicht geändert habe. Das derzeit kursierende Gerücht, Flüchtlinge gingen zu Prostituierten und brächten ihr Geld dorthin, entkräftete Meyer ebenfalls.

Wie sie sich einbringen und helfen könnten, wollten einige Mitglieder des Gewerbevereins wissen. „Diesen Menschen offen und freundlich zu begegnen, ist das, worum ich alle bitten möchte“, endete Meyer.

Auch der Landtagsabgeordnete Heiner Schönecke (CDU) lobte die Entwicklung innerhalb der Gemeinde. Der starke Flüchtlingszuwachs träfe Deutschland zu einem Zeitpunkt, „an dem es uns so gut geht, wie noch nie zuvor“, so der Landtagsabgeordnete, das Land sei somit optimal für diese Problematik gerüstet. Der gebürtige Elstorfer sieht die Gemeinde in fast allen Belangen gut aufgestellt und versprach, sich auch weiterhin für das Wohl der Bürger einzusetzen.

Stand Rede und Antwort: der Landtagsabgeordnete Heiner Schönecke, hier mit dem Vorsitzenden des Gewerbevereins, Frank Kockmann
Das Thema Flüchtlinge beschäftigt auch die Mitglieder des Gewerbevereins Neu Wulmstorf
Service

In einer Gemeinde haben sich die Corona-Zahlen innerhalb eines Monats mehr als verdoppelt
Corona-Fälle in den Kommunen des Landkreises Stade: Aktuelle Grafik zeigt Gesamtwerte und Steigerungsraten

(jd). Der Landkreis Stade bewegt sich bei den Corona-Zahlen wie viele norddeutsche Kreise und Kommunen eher im unteren Bereich. Im bundesweiten Vergleich liegt die Zahl der bisher positiv auf den Coronavirus getesteten Personen deutlich unter dem Durchschnitt. Aktuell hat der Landkreis Stade eine Gesamtinzidenz von 1.167 (Inzidenzwert der Gesamtfälle seit Beginn der Pandemie, bezogen auf 100.000 Einwohner). Der durchschnittliche Wert für Deutschland liegt derzeit bei 2.445, für Niedersachsen...

Panorama
Jan-Florian Graf von Bothmer

Interview mit dem Feuerwerker Jan-Florian Graf von Bothmer
"Heimwerkerfreier Tag bringt mehr als Feuerwerksverbot"

(tk). Über das Thema Böllerverbot hat das WOCHENBLATT mit Jan-Florian Graf von Bothmer, Geschäftsführer und Inhaber von "Bothmer Pyrotechnik" in Scheeßel (Kreis Rotenburg) gesprochen. WOCHENBLATT: Angesichts der Pandemie hat es in Holland bereits ein Verbot von Böllern und Raketen gegeben. Haben Sie Verständnis für eine solche Entscheidung? von Bothmer: Das ist so nicht ganz korrekt. Böller, Raketen und sogenannte „Single Shots“ waren in Holland seit diesem Jahr generell verboten. Teile der...

Panorama

Die Zahlen vom 16. Januar
Corona im Landkreis Harburg: Eine weitere Person gestorben

(ce). Von insgesamt 57 auf 58 angestiegen ist die Zahl der Personen, die im Landkreis Harburg mit oder am COVID-19-Erreger verstorben sind. Das teilte der Landkreis Harburg am Samstag, 16. Januar, mit.  Wieder leicht gesunken - nämlich 69,96 auf 63,7- ist im Zusammenhang mit dem Coronavirus der Sieben-Tage-Inzidenzwert im Landkreis.   Derzeit sind 250 Menschen bekannt, die mit dem Coronavirus infiziert sind - am Vortag waren es 231 Fälle gewesen. Insgesamt waren im Landkreis Harburg seit...

Sport
Nach dem Spiel feierte das Team des Buxtehuder SV auch das 1111 Bundesliga-Tor von Lone Fischer (vorne Vierte v.re. stehend)
26 Bilder

Handball-Derby der 1. Bundesliga
Buxtehude besiegt die „Luchse“ deutlich

(cc). Der Buxtehuder SV (BSV) hat sich im prestigeträchtigen Derby der 1. Bundesliga am Samstagabend in der Nordheidehalle deutlich mit 30:15 (Halbzeit: 12:9) Toren gegen Aufsteiger und Kooperationspartner Handball-Luchse (HL) Buchholz 08-Rosengarten durchgesetzt. Mit dem Sieg verbesserte der BSV sich auf Rang sieben der Tabelle (16:12 Punkte). Die „Luchse“ bleiben mit 8:22 Zählern auf dem Punktekonto Tabellen-13. Dabei führen die „Luchse“ schnell mit 3:0 (4. Minute). Dann aber verkürzte Annika...

Panorama
Nicht überall klappte der Start in das Distanzlernen reibungslos Foto: Fotolia/Monkey Business

Homeschooling: WOCHENBLATT fragt sein Leser
Schule zuhause: Top oder Flop?

(tk). Montagmorgen in Deutschland: Zehntausende Schüler loggen sich in ihre Homeschooling-Plattformen ein - theoretisch. Denn vielerorts bricht das Netz zusammen. Die Server waren schlichtweg überlastet, als sich etwa mit dem Ende der Weihnachtsferien in Niedersachsen die Schüler online zurückmeldeten. Statt Begrüßung im Videochat gab es einen schwarzen Monitor. Ist das ein Sinnbild dafür, dass es seit dem Ende der Sommerferien, und damit der Rückkehr in eine Art schulischer Normalität mit...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen