Genügend Aufträge, aber zu wenig Material
Dachdecker-Innung im Landkreis Harburg beklagt Baustoffmangel

Der neue Vorstand der Dachdecker-Innung: Kassenführer André Bathel (v. li.), Lehrlingswart Sven Heinrich, Obermeister Marcus Marquardt, Schriftführer Thomas Löcherbach, stellvertretender Obermeister Heiko Harms und Andreas Baier, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft
  • Der neue Vorstand der Dachdecker-Innung: Kassenführer André Bathel (v. li.), Lehrlingswart Sven Heinrich, Obermeister Marcus Marquardt, Schriftführer Thomas Löcherbach, stellvertretender Obermeister Heiko Harms und Andreas Baier, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft
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(lm). Die Dachdecker-Innung des Landkreises Harburg fand sich am vergangenen Mittwoch zur Frühjahrs-Versammlung in Maschen ein. Neben zwei Ehrungen wurde dabei auch ein neuer Vorstand gewählt.

"Eigentlich gibt es für uns keinen Grund zum Jammern", betonte Obermeister Marcus Marquardt aus Tostedt zur Eröffnung der Sitzung. Die Auftragsbücher bei den Dachdeckern sind gut gefüllt und auch das Personal sei in ausreichender Form vorhanden. Das Problem läge, wie auch in anderen Bereichen des Handwerks, beim Material. Der Baustoffmangel und die hohen Holzpreise sorgen dafür, dass die Dachdecker ihre Aufträge teilweise nicht wahrnehmen können. Daraus ergeben sich zahlreiche weitere Probleme. Wie sollte dem Kunden gegenüber mit den erhöhten Materialkosten umgegangen werden, wer trägt die Kosten, wenn sich ein Bau verzögert? Diese Fragen kamen bei den Innungsmitgliedern am Mittwoch auf, konnten jedoch nicht final geklärt werden.

Lehrlingswart Sven Heinrich konnte Erfreuliches berichten, beim Dachdecker-Nachwuchs gebe es derzeit keine Probleme. Neun Auszubildende befinden sich ersten Lehrjahr, elf im zweiten und acht sind bereits im dritten.

Andreas Baier, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft im Landkreis Harburg, thematisiert in seinem Bericht ebenfalls den Materialmangel, wirft dabei aber einen anderen wichtigen Punkt ein. Er empfiehlt den Unternehmen, Kurzarbeit anzumelden, um im schlimmsten Fall reagieren zu können. "Aufgrund des Mangels an Material droht ein Arbeitsausfall", erklärt Baier. Dieser soll durch die Anmeldung von Kurzarbeit in den Betrieben aufgefangen werden.

Im Landkreis Stade sieht die Situation ein wenig anders aus. Einzelne Betriebe sollen hier zwar Kurzarbeit angemeldet haben, eine generelle Empfehlung gebe es jedoch nicht. "Wir sehen hier zu, dass wir gut durchkommen, und planen immer einen oder zwei Monate im Voraus", erklärt Dachdeckermeister Jens Löhden aus Ahlerstedt.

Im Anschluss an die Berichte wurde für die kommenden Jahre ein neuer Vorstand für die Innung gewählt. Die geleistete Arbeit des bisherigen Vorstands scheint gut aufgenommen worden zu sein. In allen Ämtern wurde der Inhaber bestätigt. Marcus Marquardt bleibt Obermeister, sein Stellvertreter ist Heiko Harms. Die Kasse wird von André Bathel verwaltet, Schriftführer ist Thomas Löcherbach. Sven Heinrich bleibt Lehrlingswart. 29 Betriebe sind derzeit in der Dachdecker-Innung organisiert.

Autor:

Lennart Möller aus Rosengarten

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