Fünf Tests in fünf Tagen
Neue Corona-Regeln an Niedersachsens Schulen

Wie bei Corona-Fällen in Schulklassen verfahren wird - hier ein Symbolfoto - regelt die neueste Verordnung vom 25. November
  • Wie bei Corona-Fällen in Schulklassen verfahren wird - hier ein Symbolfoto - regelt die neueste Verordnung vom 25. November
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Blaulicht
Konstantin Keuneke (40) übernahm vor zwei Jahren die Leitung der damals neu geschaffenen Abteilung für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz im Landkreis Harburg

Auf den Ernstfall vorbereitet
Konstantin Keuneke leitet seit zwei Jahren die Abteilung Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz beim Landkreis Harburg

(nw/tw). Manchmal ist das Leben schneller, als man Pläne schmieden kann. Als Konstantin Keuneke (40) vor zwei Jahren die Leitung der damals neu geschaffenen Abteilung für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz übernommen hatte, stand eines ganz oben auf der To-do-Liste: zu prüfen, in welchen Bereichen und durch welche Projekte Rettungsdienste, Brand- und Katastrophenschutz weiter gestärkt werden können. „Dabei kam auch der Gedanke auf, den bestehenden Pandemie-Plan zu erneuern“, erinnert...

Politik
Nimmt den Prüfbericht gelassen: Hollenstedts Bürgermeister Jürgen Böhme
3 Bilder

In Hollenstedt
Verstößt Bürgermeister gegen geltendes Recht?

bim. Hollenstedt. Der Tagesordnungspunkt "Jahresabschluss" in einer Ratssitzung ist eigentlich eine Regularie, die per Handzeichen abgenickt und in der Öffentlichkeit nicht wirklich wahrgenommen wird. Zumal es sich in der Regel um länger zurückliegende Jahresabschlüsse handelt. Die für die Jahre 2015 und 2016 sorgt in der Gemeinde Hollenstedt für einigen Zündstoff - und Kritik an Bürgermeister Jürgen Böhme durch die Wählergemeinschaft Hollenstedt (WGH). Hintergrund sind u.a. vom...

Politik
Rettungshubschrauber können das Elbe Klinikum in Buxtehude nicht anfliegen. Sie landen daher im Jahnstadion

Elbe Klinikum Buxtehude wird nicht angeflogen
Stadt soll Helikopterlandeplatz schaffen

tk. Buxtehude. Die Stadt Buxtehude soll eine befestigte Landefläche für Helikopter ausweisen, die von allen Rettungsdiensten mit ihren Fahrzeugen gut angefahren werden kann. Diesen Antrag stellt Janet Hüsgen (Grüne). Die Ratsfrau, die seit der Wahl im Buxtehuder Stadtparlament sitzt, weiß, worüber sie redet. Sie ist nämlich auch Feuerwehrfrau im Zug II der Freiwilligen Feuerwehren Buxtehude. Ende 2021 sollte ein Patient vom Elbe Klinikum mit dem Rettungshubschrauber in ein anderes Krankenhaus...

Service

Zahl der Infektionen steigt weiter
Alle Landkreise im Elbe-Weser-Dreieck haben jetzt Inzidenzen über 500

jd. Stade. Jetzt ist die 500er-Marke übersprungen: Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Stade ist am Mittwoch, 19. Januar, auf 519,1 angestiegen. Im gesamten Elbe-Weser-Dreieck ist jetzt die Schwelle von 500 überschritten. In allen Landkreisen der Region entwickelt sich ein dynamisches Infektionsgeschehen. Aktuell sind im Landkreis 1.559 Personen mit dem Coronavirus infiziert (positiver Corona-Test). Innerhalb von 24 Stunden wurden 250 Neuinfektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der seit...

Wirtschaft
Die Tiefbauarbeiten für den Autohof an der A7-Anschlussstelle Evendorf sind bereits abgeschlossen. Auf 15 Hektar sollen ein "Auto Reise Center" und ein Gewerbegebiet entstehen
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Hotel, Restaurants und Raststätte
Evendorf: Autohof der Zukunft soll Anfang 2023 fertig sein

as. Evendorf. Das Fundament liegt bereits: Die Arbeiten am Autohof an der A7-Abfahrt Evendorf schreiten voran. Laut Thorsten Neumann, Projektentwickler der Nanz-Gruppe, sollen Hotel, Restaurants und Rastanlage im Frühjahr 2023 eröffnet werden. Nach Workshops mit Bürgern, Politik, Verwaltung und Investor wurde im vergangenen Jahr die Änderung des Bebauungsplanes „Thaneberg, Döhle/Evendorf“ beschlossen. Wie berichtet, investiert die Nanz-Gruppe rund 20 Millionen Euro, um auf rund 15 Hektar unter...

Politik
Rednerin Dörte Schnell (rote Jacke) rief dazu auf, den Auftritt rechter Gruppierungen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen nicht zu tolerieren
Video 8 Bilder

Protest-Aktion gegen Corona-Leugner
"Omas gegen Rechts" demonstrieren in Stade gegen Querdenker

jd. Stade. "Impfen statt schimpfen", "Mehr denken statt querdenken", "Eure Freiheit ist Egoismus": Mit Transparenten dieser Art wurde am Montagabend in Stade gegen Impfgegner, Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker protestiert. Rund 140 Menschen fanden sich auf dem Platz Am Sande ein, um darauf hinzuweisen, welche Gefahr für die Demokratie und die freiheitliche Gesellschaft von den sogenannten "Montagsspaziergängen" ausgehen kann. Der Platz in der Stader City war an diesem Abend auch...

Blaulicht
Der Pkw wurde bei dem Unfall völlig zerstört

Zeugen gesucht
Lebensgefahr nach Unfall auf der A1 bei Hollenstedt

thl. Hollenstedt. Bei einem Verkehrsunfall auf der Hansalinie A1 ist am Montagnachmittag ein 23-jähriger Rotenburger lebensgefährlich verletzt worden. Der junge Mann war gegen 15 Uhr mit seinem BMW auf dem linken Überholfahrstreifen laut Zeugen mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Hamburg unterwegs. Bei einem Bremsmanöver verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und schleuderte über alle drei Fahrstreifen nach rechts in einen Lärmschutzwall. Dann überschlug sich der Pkw mehrfach und kam...

Panorama
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Corona-Zahlen am 19. Januar
Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Harburg nur noch knapp unter 1.000

(lm). Der Inzidenzwert im Landkreis Harburg ist am heutigen Mittwoch, 19. Januar, von 898,0 am Vortag auf 976,9 gestiegen und liegt damit nur noch knapp unter einem Wert von 1.000. Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 516,8. 402 neue Corona-Fälle wurden heute übermittelt, in den vergangenen sieben Tagen wurden 2.501 Fälle registriert (+202 im Vergleich zum Vortag).  Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz ist von 5,2 auf 5,6 gestiegen, die Intensivbettenbelegung verzeichnet einen...

(bim). Wer soll da noch durchsteigen? Zeitweise gibt es wöchentlich neue Corona-Regeln. Ein verärgerter Vater eines Grundschülers wandte sich ans WOCHENBLATT, weil die komplette Klasse wegen eines infizierten Kindes für zehn Tage in Quarantäne geschickt wurde statt nur die unmittelbar betroffenen Sitznachbarn - wie in der deutschlandweit geltenden Quarantäne-Verordnung für Schulen vom September geregelt war.
Doch Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. "Grundsätzlich wurden zum genannten Zeitpunkt in den Schulen nur die direkten Sitznachbarn in Quarantäne gesetzt. Im Fall, dass es an einer Schule mehrere positiv getestete Schülerinnen und Schüler gibt, die womöglich auch noch in die gleiche Klasse oder denselben Jahrgang gehen, wurde darüber hinaus - gegebenenfalls in Absprache mit den jeweiligen Schulleitungen - eine Sammelverfügung ausgesprochen", teilt Katja Bendig, Sprecherin des Landkreises Harburg, auf Anfrage mit.
Seit dem 25. November gibt es in Niedersachsen nun erneut eine neue Regelung zum Umgang mit positiven Corona-Fällen an Schulen. Sozialministerium, Kultusministerium und das Niedersächsische Landesgesundheitsamt haben ein Konzept erarbeitet, wie in der aktuellen Situation mit steigenden Inzidenzen mit SARS-CoV-2-Fällen in Schulen angemessen umgegangen werden kann. Wesentliche Ziele: Den Schülerinnen und Schülern soll eine höchstmögliche Präsenz in den Schulen ermöglicht und die Gesundheitsämter von aufwendigen Ermittlungen und Verwaltungsvorgängen rund um Corona-Fälle in entlastet werden. Ein wichtiges Instrument ist dabei das Testen an fünf aufeinander folgenden Tagen.

Es umfasst u.a. folgende Regelungen:

  • Sobald ein positiver Schnelltest oder PCR-Test in einer Klasse vorliegt, testen sich alle Mitschüler und Lehrkräfte an fünf aufeinanderfolgenden Tagen und beobachten den Gesundheitszustand aufmerksam
  • Sollte sich ein Schnelltest per PCR-Test nicht bestätigen und kein positiver Fall vorliegen, endet das "anlassbezogene intensive Testen" - ABIT (Fünf-Tage-Testen)
  • ABIT gilt auch für geimpfte und genesene Personen
  • Bei einem weiteren positiven Fall beginnt die Fünf-Tage-Testung (ABIT) erneut. In diesem Fall kann das Gesundheitsamt weitere Maßnahmen anordnen.
  • ABIT gilt an allen Schulen.
  • Tests werden von der Schule zur Verfügung gestellt.
  • Unabhängig vom ABIT werden enge Kontaktpersonen im privaten Umfeld ermittelt.

Nachverfolgung von
Kontakten ist zeitintensiv

Oft erreichen das WOCHENBLATT auch Beschwerden von Leserinnen und Lesern, die auf einen Rückruf oder eine Information des Gesundheitsamtes warten. Dazu erläutert der Landkreis Harburg: "Kontaktermittlung und Nachverfolgung sind derzeit sehr aufwendig, da es täglich eine hohe Anzahl neuer Fälle gibt und diese auch eine Vielzahl von Kontakten haben. Bei der Nachverfolgung wird nicht nur regelmäßig der Gesundheitszustand erfragt, es müssen auch die Genesenen- und Impfbescheinigungen angefordert werden, um zu entscheiden, ob und wie lange eine Person unter Quarantäne gesetzt werden muss. Die Vorlage der Nachweise dauert häufig mehrere Tage. Hinzu kommt die Möglichkeit der Freitestung", erläutert Kreissprecherin Katja Bendig.
In der Stabsstelle Pandemie im Landkreis Harburg zum Beispiel sind aktuell 14 Personen im Bereich der Ermittlung und Nachverfolgung eingesetzt, außerdem gibt es seit Beginn der vergangenen Woche erneut Unterstützung von vier Bundeswehrsoldaten. Die Kreisverwaltung habe die Situation im Blick und steuere, wenn nötig, personell nach.
Im Landkreis Stade wird nach Stellen gerechnet: Dort sind 20,6 Vollzeitstellen für Corona-Fälle eingerichtet, davon alleine 16 für die Nachverfolgung möglicher Corona-Kontakte.

Ab 1.12. gilt in Niedersachsen Warnstufe 2: 2G Plus und FFP2-Masken
Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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