Entsorgungsanlagen im Landkreis Harburg
Ab 2022 einen Kubikmeter Grünschnitt kostenfrei anliefern

An der Müllumschlaganlage in Nenndorf gibt es regelmäßig einen Rückstau auf der B75
  • An der Müllumschlaganlage in Nenndorf gibt es regelmäßig einen Rückstau auf der B75
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bim. Landkreis. Wenn die Temperaturen es zulassen und die Gartenarbeit ruft, gibt es für viele Landkreisbewohnerinnen und -bewohner nur noch ein Thema: die Grünschnittabgabe. Entsprechend erhitzt sind die Gemüter, wenn man vor den Entsorgungsanlagen mal wieder im Stau steht. Zum Teil ist das Problem im wahrsten Wortsinn hausgemacht, denn immer mehr Gartenbesitzer fahren auch mit Kleinstmengen zu den Anlagen. Und dem Kreisumweltausschuss lagen jetzt sieben Anträge verschiedener Fraktionen zum Thema Grünmüll vor. Das Gremium hat in seiner Sitzung am Montag mehrheitlich empfohlen, dass ab dem kommenden Jahr ein statt der bisher 0,5 Kubikmeter Grünschnitt pro Anlieferer und Tag kostenfrei auf den Entsorgungsanlagen des Landkreises Harburg angenommen werden.
Beschwerden gab und gibt es immer wieder vor allem über zwei der sieben Entsorgungsanlagen des Landkreises Harburg: Bei der Müllumschlaganlage (MUA) in Nenndorf und beim Kompostplatz in Todtglüsingen gibt es regelmäßig Rückstaus bis auf die B75. In Nenndorf, weil die Entsorgung über Container und deren Anordnung auf dem Gelände schlecht gelöst ist, in Todtglüsingen, weil die Zufahrt nicht zufriedenstellend geregelt ist.
Container in Ardestorf
jetzt ebenerdig befüllbar

Bei der neuen Wertstoffannahmestelle des Landkreises Harburg in Ardestorf mussten die Nutzer den Grünschnitt über eine Treppe zum Container befördern, obwohl der Grünschnitt auf der bestehenden Anlage des Landkreises Stade, dem Abfallwirtschaftszentrum (AWZ) Buxtehude-Ardestorf, nebenan ebenerdig abgekippt werden kann. Hier hat der Landkreis Harburg Abhilfe geschaffen und seitlich geöffnete Container für eine ebenerdige Entsorgung aufgestellt. Eine Freifläche zum Ausschütten mit anschließendem Zusammenräumen wurde auf den Weg gebracht.
Frank Sameluck, Leiter der Abfallwirtschaft des Landkreises Harburg, berichtete im Kreisausschuss, dass im vergangenen Jahr an den sieben Entsorgungsanlagen im Kreisgebiet 27.493 Tonnen Grünschnitt kostenfrei und 2.099 Tonnen kostenpflichtig angenommen worden seien. Die Grünabfallmengen seien gesunken, die Zahl der Anlieferer gestiegen. So seien bei den vier kreiseigenen Anlagen im vergangenen Jahr im Schnitt 25,6 kg Grünschnitt pro Anlieferer registriert worden, 2019 waren es noch 26,1 kg und 2018 - allerdings vor Einführung der Biotonne - 41,3 kg.
Vorrangig Biotonnen oder
Straßensammlung nutzen

Vorrangig sollen Gartenabfälle über die Biotonnen und die monatliche Straßensammlung entsorgt oder im eigenen Garten kompostiert werden und nur darüber hinausgehende Mengen in den Entsorgungsanlagen angeliefert werden. Diesbezüglich seien andere Kreise nicht so entgegenkommend, was die kostenlose Annahme von Grünschnitt angehe. So gebe es in den Landkreisen Uelzen, Lüneburg, Stade und Heidekreis gar keine Freimengen. Im Heidekreis koste die Anlieferung eines halben Kubikmeters 2,50 Euro, in Uelzen der Kubikmeter 4 Euro und in Stade 8,50 Euro. Die kostenlose Grünschnittannahme im Landkreis Harburg wird über die Hausmüllgebühren finanziert und damit auch von Menschen, die keinen eigenen Garten haben.
• Eine Info-Broschüre zum Kompostieren im eigenen Garten bietet der Landkreis Harburg unter diesem Link.

Onlinebefragung zu Wertstofftonne

Zu der Frage, ob die Landkreisbürgerinnen und -bürger für die Plastikmüll-Entsorgung künftig weiter die Gelben Säcke oder aber eine Gelbe Tonne oder eine Wertstofftonne nutzen möchten, wird es demnächst eine Online-Befragung geben.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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