Tipps von Jugendamt und Erziehungsberatung
Gewaltfrei durch den Lockdown

Weihnachtsstress, Corona und Lockdown: Bei vielen Eltern liegen die Nerven blank
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Das merken besonders die Mitarbeiter der Erziehungsberatung und im Sozialen Dienst der Abteilung Jugend und Familie des Landkreises Harburg. „Wir haben vermehrt Anrufe von Eltern, die ein verändertes Verhalten bei ihren Kindern feststellen. Manchmal sind sie mit den Nerven richtig am Ende und fragen sich, wie sie damit umgehen sollen“, berichtet Katrin Richter-Fuss, Leiterin der Abteilung Jugend und Familie.
Während manche Kinder in dieser Situation anhänglich werden und beispielsweise wieder bei den Eltern schlafen möchten, zeigen andere eher provozierendes Verhalten und Wutanfälle. Dabei übertreten sie auch Verbote und akzeptieren Grenzen wie Kontaktbeschränkungen nicht.

Ein gelassener Umgang mit all dem sei für Eltern und Erziehende eine tägliche, manchmal nur schwer zu bewältigende Herausforderung. Das sei auch ganz normal. Konflikte zwischen Eltern und Kindern gehörten zum Familienalltag dazu.

Unter www.familienunterdruck.de geben Kurzfilme für Eltern und Kinder Antworten auf Fragen wie „Was kann ich tun, wenn mein Kind Angst hat?“, „Wie kann ich selbst – trotz Stress und Unsicherheit – positiv bleiben und den Familienalltag am besten gestalten?“ und „Was hilft, wenn die Nerven blank liegen?“.

Beratung und Unterstützung finden Eltern und Erziehende beim Landkreis Harburg in der Erziehungsberatung – Psychologische und sozialpädagogische Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern, in Buchholz, Tel. 04181-969393 und in Winsen, Tel. 04171-6939290, E-Mail: erziehungsberatung@lkharburg.de sowie bei der Abteilung Jugend und Familie (Sozialer Dienst), Tel. 04171-693480 (Geschäftszimmer, montags bis freitags erreichbar), E-Mail: jugend+familie@lkharburg.de.

Tipps für einen gelassenen Umgang mit dem Dauerstress:

  • Eltern dürfen ohne schlechtes Gewissen sagen, dass sie sauer, wütend und vielleicht auch erschöpft sind.
  • Kurz durchatmen, bevor weitere Absprachen mit den Kindern erfolgen.
  • Den Raum verlassen oder an die frische Luft gehen, bevor verletzende Dinge gesagt werden oder der Streit körperlich eskaliert.
  • Es müssen nicht immer sofort Lösungen gefunden werden.
  • Eltern können auch später über die Situation mit ihren Kindern sprechen, wenn sich alle beruhigt haben.
  • Kinder und Jugendliche haben ebenfalls das Recht, angespannte Situationen zu verlassen und sich auf ihre Weise zu beruhigen. Da kann es helfen, Musik zu hören oder nach draußen zu gehen.
  • Ist eine Situation eskaliert, sollten sich Eltern Hilfe holen und sich trauen darüber zu reden – auch mit den betroffenen Kindern.
Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

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