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Rekordzahlen für Flugzeugbauer
Airbus machte 4,2 Milliarden Euro Gewinn in 2021 - soviel wie noch nie

Die Jets der A320-er Reihe von Airbus sind stark gefragt
  • Die Jets der A320-er Reihe von Airbus sind stark gefragt
  • Foto: Airbus / Hermann Jansen
  • hochgeladen von Anke Settekorn

(as). Deutlich besser als durch die Corona-Krise der Luftfahrtbranche zu erwarten war hat der Flugzeugbauer Airbus das Jahr 2021 abgeschlossen. Der internationale Konzern, der seine Flieger u.a. auch in Stade, Buxtehude und Finkenwerder fertigt, verzeichnet für das vergangene Jahr einen Gewinn von 4,2 Milliarden Euro - so viel wie noch nie, vermeldete der Vorstandsvorsitzende Guillaume Faury bei der Vorstellung der Bilanz.

Vor zwei Jahren sah das noch ganz anders aus: 2020 musste von Airbus noch mit einem Minus von 1,1 Milliarden Euro abgeschlossen werden. In Folge der Corona-bedingten Krise in der Luftfahrt hatte Airbus die Produktionraten um etwa ein Drittel gekürzt. Die Existenz des Unternehmens war laut Faury stark gefährdet. Allein in Deutschland wollte Airbus im Sommer deshalb 2020 rund 6.000 Jobs streichen. Weltweit standen 15.000 Stellen zur Disposition. Abfindungen, Frühverrentungen und die Kurzarbeit während der Pandemie sollten Mitarbeiter dazu bewegen, "freiwillig" zu gehen, damit sie nicht entlassen werden mussten (das WOCHENBLATT berichtete). 

Nicht nur die Einsparungen beim Personal haben zum Rekordgewinn geführt. Auch die Produktionszahlen wurden im vergangenen Jahr deutlich gesteigert. 611 Jets hat Airbus an 88 Kunden ausgeliefert, das sind 45 mehr als in 2020. 30 Prozent der Flugzeuge wurden nach Asien geliefert, 17 Prozent nach Europa und 16 Prozent nach Nordamerika. Und die Konzernführung sieht Airbus weiter auf Wachstumskurs: Bis 2023 soll die Produktionsrate von 45 Maschinen pro Monat (Ende 2021) auf 65 Maschinen im Monat steigen, eine weitere Erhöhung auf bis zu 75 Maschinen ist im Gespräch. Nach dem harten Sparkurs soll deshalb jetzt die Mitarbeiterzahl wieder ordentlich aufgestockt werden: 6.000 Fachkräfte sollen weltweit eingestellt werden, allein in Hamburg werden rund 1.000 neue Mitarbeiter gesucht.

Insgesamt liegen bei Airbus bereits Aufträge für 7.082 Flugzeuge in den kommenden Jahren vor. Den Großteil davon machen die Jets der A320-Familie aus, die vor allem auf Kurz- und Mittelstrecken zum Einsatz kommen. Mit dem neuen A321XLR sind dank eines zusätzlichen Tanks mit einer Reichweite von 8.700 Kilometern auch Transatlantikflüge möglich. Für den Langstreckenflieger baut Airbus an der Elbe eine neue Ausrüstungsmontagehalle.

Auch in diesem Jahr soll die Produktion weiter ausgebaut werden: 720 Flieger sollen in 2022 an die Kunden übergeben werden und der operative Gewinn soll von 4,8 auf rund 5,5 Milliarden Euro steigen.

Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

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