sb. Kehdingen. Wie viele Coworking-Büros sind in der LEADER-Region Kehdingen-Oste realisierbar? Ein Gutachten im Auftrag der Samtgemeinde Nordkehdingen hat jetzt ergeben: In der Region gibt es eine ausreichende Nachfrage für vier kleinere Coworking-Spaces.

Corona hat gezeigt, dass die Pandemie-bedingte Aufweichung der Präsenzpflicht am Arbeitsplatz das Interesse an neuen Arbeitsformen und -orten geradezu beflügelt. Da die Arbeit im Homeoffice nicht für jeden gleich gut möglich ist, kann ein wohnortnaher Arbeitsplatz in einer Coworking-Einrichtung eine gute Alternative darstellen. „Die sprunghaft gestiegene Akzeptanz von Arbeitsorten außerhalb der Unternehmensstandorte in der Corona-Pandemie hat damit vermutlich das Interesse an CoworkingEinrichtungen deutlich erhöht“, sagt Thilo Ramms, der mit einem Beraterteam der Büros
regecon und KoRiS die Machbarkeitsstudie erstellt hat.

Ein Ergebnis der Studie: Die "Arbeitsplätze auf Zeit" sind interessant für Arbeitnehmer im Homeoffice, für Selbstständige, kleine Unternehmen, Freiberufler und Kreative, aber auch für Urlauber, die tageweise einen Schreibtisch benötigen, oder Studierende. Insgesamt wollen bis zu 130 Personen aus allen Regionsteilen zeitweise oder dauerhaft einen Arbeitsplatz in einer Coworking-Einrichtung nutzen, wenn ein entsprechendes Angebot existiert.

"Die Zahl der Nutzungsinteressenten fällt in den südlichen Teilen der Region Kehdingen-Oste höher aus als in den nördlichen Regionsteilen", sagt Jeanett Kirsch vom Büro KoRiS als Co-Autorin der Studie. Im Ergebnis schlagen die Gutachter vor, in der Gemeinde Drochtersen und der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten jeweils einen Coworking-Space mit ca. 14 Arbeitsplätzen sowie in der Samtgemeinde Nordkehdingen und dem Cuxhavener Regionsteil jeweils einen Coworking-Space mit ca. sechs Arbeitsplätzen einzurichten. Die Coworking-Einrichtungen sollten von einem gemeinsamen Träger, der übergeordnet für die Administration und Vermarktung zuständig ist, betrieben werden. Eigentümer der Einrichtungen könnten jedoch sowohl die öffentliche Hand als auch Privatpersonen bzw. -unternehmen sein.

Die Arbeitsplätze in den Coworking-Spaces sollten zum größeren Teil in Einzelbüros angesiedelt sein und eine professionelle Arbeitsausstattung, insbesondere aber einen sehr leistungsfähigen Internet-Anschluss von mehr als 100 Mbit/s haben. „In einer immer stärker digitalisierten Arbeitswelt bremsen sich die Nutzer sonst gegenseitig aus“, kommentiert Thilo Ramms vom Büro regecon diese Standortanforderung. Weitere Anforderungen an Standort,

Infrastruktur und Ausstattung der Coworking-Spaces sind der Machbarkeitsstudie zu entnehmen. Diese enthält aus Gutachtersicht auch erste Vorschläge für potenzielle Standorte
und Immobilien.

Für die Samtgemeinde Nordkehdingen und die weiteren Kooperationsgemeinden der LEADER-Region Kehdingen-Oste hat der ehemalige Samtgemeindebürgermeister von Nordkehdingen, Edgar Goedecke, die Studie betreut: „Wir freuen uns über das positive Ergebnis der Untersuchung und müssen jetzt die nächsten Schritte zur Realisierung der CoworkingEinrichtungen ergreifen. Da hierfür eventuell öffentliche Mittel erforderlich sein werden, sind jetzt die genannten Standort(Samt-)Gemeinden am Zuge, die weiteren Planungen durch entsprechende Ratsbeschlüsse abzusichern und voranzutreiben.“ 

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sollen zu einem späteren Zeitpunkt, wenn es die
Corona-Lage zulässt, in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt werden. Die Studie und eine Kurzfassung sind gemeinsam mit weiteren Informationen zum Coworking-Projekt im Internet unter www.leaderregion-kehdingen-oste.de oder auf der Facebook-Seite www.facebook.com/KehdingenOsteCoworking/ verfügbar. Auskünfte erteilt außerdem die Geschäftsstelle der LEADER-Region Kehdingen-Oste (E-Mail an coworking@leaderregionkehdingen-oste.de, Tel. 04144-2099-108).

Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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