Natur- und Tierschutzprojekt zerstört
Rebhuhnschutz und Nutriabekämpfung in der Samtgemeinde Oldendorf beeinträchtigt

Kreisjägermeister Günther Bube und seine Kollegen setzen sich für den Schutz der Rebhühner ein Foto: jd/Archiv
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jab. Oldendorf. Eine böse Überraschung erlebten die Jäger in Burweg, als sie kürzlich nach den Lebendfallen und Wildkameras ihres Natur- und Tierschutzprojektes sahen. Unbekannte hatten ihrer Zerstörungswut freien Lauf gelassen und sogar Teile der Ausstattung entwendet.

Für das Rebhuhnschutzprojekt, das bundesweit läuft, wurden in der Samtgemeinde Oldendorf nördlich und südlich der Bundesstraße 73 Lebendfallen installiert. Die Population der Rebhühner sei in der Region gut vorhanden, so der Kreisjägermeister Günther Bube. Die Rebhühner und auch weitere Bodenbrüter sollen durch die Fallen, die für Raubwild bestimmt sind, geschützt werden. Die Jägerschaft habe bereits einen Teil dazu beigetragen, die Rebhühner zu unterstützen, und haben Blühstreifen angelegt. Die Umgebung biete sich für die Rebhühner ganz besonders an, so Bube. Es ist überwiegend Feldmark und eine gewisse Heckenstruktur vorhanden. Hier können die Tiere Schutz finden.

Die in der Samtgemeinde Oldendorf eingesetzten Lebendfallen sind auch zur Eindämmung der Nutriapopulation gedacht. Diese invasive, am Wasser lebende Art richtet unter anderem Schäden an den Ufern und Deichen, aber auch in der Landwirtschaft an. "Deich- und somit Menschenschutz geht vor Tierschutz", meint der Kreisjägermeister. Unterstützung in der Beschaffung der Fallen erhält die Jägerschaft auch vom Landkreis. Die Lebendfallen sind mit Meldern ausgestattet, die die Jäger über einen Fang informieren.

Die aufgehängten Wildkameras, von denen eine bei dem Vorfall entwendet wurde, dienen in erster Linie der Bestandsaufnahme, so Bube. Diese liefern die Bilder den Jägern direkt aufs Handy. Es gehe auch darum, zu sehen, was sich um die Fallen herum bewegt. "Da sieht man Dinge, die glaubt man nicht", so Bube.

Die jetzt verursachten Schäden sind enorm. Laut Polizeibericht beläuft sich die Gesamtsumme der Schäden an der Nutriafalle und der entwendeten Wildkamera auf mehrere hundert Euro. Denn so eine Betonwipprohrfalle bzw. Kunststofffalle mit Melder könne um die 1.000 Euro kosten, sagt Bube. Auch die Wildkameras seien mit 300 bis 400 Euro nicht gerade günstig. Zudem leidet nun auch das Natur- und Tierschutzprojekt unter dem Schaden.

• Hinweise an die Polizei Oldendorf ( 04144-7879

Kreisjägermeister Günther Bube und seine Kollegen setzen sich für den Schutz der Rebhühner ein Foto: jd/Archiv
Solche Betonwippfallen werden beim Rebhuhnschutzprojekt verwendet Foto: Günther Bube

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