Unter dem Eindruck des "Hennig"-Überfalls?

tp. Stade. Ein Obduktionsbericht stand am Mittwoch im Mittelpunkt der Verhandlung im "Sittensen-Prozess" am Stader Landgericht, bei dem sich ein 80-Jähriger wegen Totschlags an einem 16-jährigen Räuber (†) verantworten muss. Die Art der Verletzungen, die der Jugendliche bei dem Rückenschuss erlitt, soll Aufschluss darüber geben, ob der angeklagte Senior möglicherweise in Notwehr gehandelt hat.

Außerdem wurde die Haushälterin des Angeklagten dazu vernommen, ob sie ihm am Tattag einen Zeitungsbericht zu dem tödlichen Überfall auf Zaunbau-Meister Gerd Hennig (†) aus Oldendorf vorgelesen hat. Eine Zeugin hat dies bestätigt. Bei der Tat hat der angeklagte Todesschütze nach eigenen Angaben unter dem Einfluss des Berichts gestanden.

Bei der Prozess-Fortsetzung am Mittwoch, 28. Mai, 9.15 Uhr, sollen zwei der am Überfall beteiligten Männer vernommen werden.

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