Viele tödliche Unfälle und Attacken auf Retter

Bei einem Auffahrunfall auf der A 26 gingen im Juli insgesamt drei Autos
 in Flammen auf. Eine Frau starb
  • Bei einem Auffahrunfall auf der A 26 gingen im Juli insgesamt drei Autos
    in Flammen auf. Eine Frau starb
  • Foto: Archiv/Polizei
  • hochgeladen von Lena Stehr

lt. Großenwörden. Mit vielen schweren Verkehrsunfällen waren die Feuerwehrleute aus dem Landkreis Stade in diesem Jahr konfrontiert. Außerdem kam es mehrfach zu Attacken auf die Ehrenamtlichen, beklagte Kreisbrandmeister Peter Winter am vergangenen Wochenende bei der Versammlung der Orts-, Stadt- und Gemeindebrandmeister in Großenwörden.
Während im laufenden Jahr die Einsatzzahlen bei Bränden und Hilfeleistungen zurückgegangen seien, ergebe sich eine Steigerung bei den Verkehrsunfällen um 30 Prozent im Vergleich zu 2018. Insgesamt 82 Unfalleinsätze gab es in 2019 bereits. Die Verkehrsunfälle mit teilweise schwer Verletzten und Toten seien für alle Feuerwehrleute immer wieder äußerst belastend und verlangten ihnen psychisch alles ab, so der Kreisbrandmeister.
Unter anderem verunglückte im März eine 41-jährige Autofahrerin nach einem schweren Verkehrsunfall am späten Abend auf der Bremervörder Straße in Stade tödlich, nachdem sie mit ihrem Wagen gegen einen Baum geprallt war. Bei Gräpel verunglückte ein Motorradfahrer tödlich.
Im Juli standen nach einem Auffahrunfall auf der A 26 drei Autos kurz vor der Abfahrt Jork in Flammen, eine 53-Jährige starb in ihrem brennenden Auto, vier weitere Fahrzeuginsassen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Die Feuerwehren aus Ladekop, Jork, Horneburg, Dammhausen, Dollern und Buxtehude sowie ein Großaufgebot an Rettungsdienst-Kräften waren im Einsatz und erlebten das Horrorszenario aus nächster Nähe.
Ebenfalls im August mussten Feuerwehr und DLRG eine Leiche aus der Elbe bei Abbenfleth bergen. Wie die späteren Ermittlungen der Polizei ergaben, soll sich der Mann mit einem Sprengsatz, der später detonierte, ins Wasser begeben haben. Die Identität des Toten ist nach wie vor unklar.
Im September rückten beide Züge der Feuerwehr Buxtehude nach Buxtehude-Neuland aus, nachdem ein 30-Jähriger in die sogenannte Milchtankstelle gefahren war. Die Einsatzkräfte konnten dem Mann, der in dem in Flammen stehenden Autowrack eingeklemmt war, nicht mehr helfen.
Schlimm war zudem der Einsatz im Juni, bei dem hunderte Einsatzkräfte zusammen mit Bürgern einen 44-jährigen Oldendorfer suchten, der nach einer Vatertagsparty am Gräpeler Fähranleger nicht nach Hause gekommen war. Der Mann wurde wenige Tage später tot in der Oste bei Bremervörde gefunden.
In Erinnerung wird auch der Einsatz auf der Elbe bleiben, bei dem das historische Segelschiff „No. 5 Elbe“ mit dem Containerschiff „Astrosprinter“ kollidierte. Acht Gäste an Bord des Lotsenschoners wurden verletzt, davon eine Frau schwer. Alle Beteiligten hatten Glück im Unglück, weil Feuerwehr und DLRG wegen eines anderen Einsatzes schon vor Ort waren und den sinkenden Schoner sofort ans Ufer schleppen konnten.
Besonders verstörend war ein Unfall auf der B 73 in Stade im April, bei dem ein Feuerwehrkamerad angefahren wurde. An einem Absperrposten hatte sich ein Autofahrer den Anweisungen der Einsatzkräfte widersetzt, die Feuerwehrleute beschimpft und einen von ihnen angefahren, so dass er im Krankenhaus behandelt werden musste.
Dieser Vorfall reihte sich ein in mehrere solcher Szenen am Rande von Einsätzen in Stade, vornehmlich im Bereich des Altländer Viertels, bei denen es die ehrenamtlichen Retter immer wieder mit Beschimpfungen und Angriffen zu tun hatten, so der Kreisbrandmeister.
Auch bei einem Unfall im Januar auf der Kreisstraße 27 in Asselermoor, bei dem ein Ehepaar aus Litauen schwer verletzt wurde, griff der Beifahrer nach der Rettung die Polizisten und Sanitäter an.

• Im Rahmen der Versammlung wurden folgende Feuerwehrleute befördert:
Katja Funcke (Wischhafen) zur Oberfeuerwehrfrau
Sönke Heinsohn (Oldendorf) zum Brandmeister
Gudrun Kelch (Bargstedt) zur Hauptlöschmeisterin
Fabian Plath (Stade) zum Löschmeister
Matthias Thien (Harsefeld) zum Hauptlöschmeister
Olaf Villett (Assel) zum Oberlöschmeister
Martin Vollmers (Neukloster) zum Löschmeister
Marco von Pinxteren (Hagen) zum Löschmeister
Thorsten von Schassen (Stade) zum Oberlöschmeister

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