Geschichten sind ihre Leidenschaft
Autorin wohnt im ehemaligen Haus von Schauspielerin Anita Kupsch

Der alte Ofen der Vorbesitzerin Anita Kupsch dekoriert jetzt Claudia Gogolins Vorgarten
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wei. Engelschoff. Die 40-jährige Schriftstellerin und vierfache Mutter Claudia Gogolin kam aus Liebe vom Bodensee zurück in den Norden. Geboren wurde sie in Stralsund und als sie von dort in den Süden zog, hatte sie immer Heimweh. Im Januar zog es die 40-Jährige dann zurück in den Norden ins Moor bei Engelschoff. "Der Umzug war ein Herzenswunsch", sagt Gogolin.

Das blau-weiße alte Bauwerk im Moor ist das ehemalige Haus der Schauspielerin Anita Kupsch. Das wusste Gogolin zuerst nicht. Es war also Zufall, dass sie ausgerechnet in diesem Haus gelandet sind. Gekannt hat die 40-Jährige die Schauspielerin aber nur durch die Eltern und Großeltern, die die Serie "Praxis Bülowbogen" geschaut haben. Wichtig war der Schriftstellerin einfach ein gemütliches Heim, am besten mit Fachwerk und Reetdach. Im Moor ist sie fündig geworden.

Abgelegener geht es kaum. Das letzte Haus, bevor sich die Straße in ein Feld verläuft, ist die neue Heimat der Familie. Für Gogolin könnte es ruhig noch abgelegener sein. Dadurch, dass das Gebäude im Moor steht, hat es eine extreme Schieflage. Das fällt beim Betreten des Hauses sofort auf. Der Boden geht bergab und die Küchenschränke hängen etwas schief. Ein Ball würde sofort von der einen zur anderen Seite des Raumes rollen. Holzbalken, die die Decke stützen und mitten im großen Wohnzimmer stehen, und die kleinen Fenster an der Hinterseite des Bauwerkes geben dem alten Fachwerkhaus das gewisse Etwas. Für die Schriftstellerin steht die Nähe zur Natur im Fokus. "Ich bin mitten im Moor und die Wildgänse fliegen direkt über unser Haus", freut sich Gogolin.

In der Natur könne sie ihrer Fantasie, die sie für ihre Bücher brauche, freien Lauf lassen und selbst in die Erzählungen eintauchen. Schon als Kind hat sich Gogolin das Erzählen von Geschichten bei ihrem Opa abgeguckt und ihre Leidenschaft dazu entwickelt. Während sie aber zunächst alle komisch angeguckt hätten, wenn sie sagte, sie möchte Schriftstellerin werden, habe sie ihr Lehrer in der zehnten Klasse ermutigt. Nach der Ausbildung zur Zahnarzthelferin siegte schließlich der Wille zu schreiben.

Mit ihrem neuen Buch "Party mit Kackekuchen", in dem eine kleine Fliege um ihr Überleben kämpft, ist die Schriftstellerin bewusst ein Risiko eingegangen. Denn die Erwachsenen müssen bei diesem Buchtitel wahrscheinlich schmunzeln. Für Kinder sei das aber perfekt. "Die Kinder fahren auf so etwas ab", sagt die 40-Jährige. Als es aus dem Bekanntenkreis negative Stimmen zur Titelidee gab, war für die Autorin klar: "Jetzt erst recht!" "Ich versuche immer, anders zu sein als andere Schriftsteller", erklärt Gogolin. Am Schreibtisch sitzen ist nichts für sie. Schon als Kind machte sie ihre Hausaufgaben auf dem Boden. Heute geht sie zum Schreiben aufs Sofa, an den Küchentisch oder aber raus in die Natur ins Moor.

Leben kann sie von den Einnahmen aber nicht. Trotzdem ist es ihr Wunsch, sich mit dem Schreiben ein zweites Standbein aufzubauen. Am Bodensee hatte Gogolin bereits einen Namen und konnte sich gut durch ihre Lesungen in Schulen finanzieren. In ihrer neuen Heimat sieht das aber anders aus.

• Mehr Infos über die Autorin und ihre Bücher gibt es auf ihrer Homepage www.claudiagogolin.de oder der Seite ihres eigenen Verlages unter www.outside-verlag.de.

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