Baumfrevel in der Feldmark?

Radikal anmutender Busch-Rückschnitt "Am Steinacker"
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bc/tp. Hammah. Der Frust sitzt tief bei Jan Behrens. Vor rund 20 Jahren bepflanzte er gemeinsam mit Nachbarn den Seitenstreifen des Weges "Am Steinacker" in Hammah, um sich vor herüber wehenden Staubs von den benachbarten, brachliegenden Feldern zu schützen. Die Genehmigung erteilte der damalige Bürgermeister. Jetzt machte der Bauhof Tabula rasa, rasierte den Knick fast komplett ab - laut Behrens ohne Ankündigung. "Warum?", fragt der Anwohner. "Wir haben den Knick immer gepflegt. Er war in einem guten Zustand. Die Abholzaktion ergibt keinen Sinn", klagt Jan Behrens. Insbesondere weil einige alte Bäume stehen bleiben durften.
Das WOCHENBLATT sah sich vor Ort um. Die Aktion hinterließ deutliche Spuren in der Landschaft, was weiteren Anwohnern übel aufstieß. Zwischen den Bäumen der ländlichen Allee in der Feldmark ragen jetzt zahlreiche Stummel abgeholzter Büsche aus dem Gras. Auf Nachfrage verweist Hammahs Bürgermeister Reiner Jürgens auf die "Aufforderung des Landkreises", woraufhin der Bauhof der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten Äste und Buschwerk entfernt habe, das weit in die Fahrbahn hineinreichten. Dadurch seien nicht nur Müllfahrzeuge, sondern auch der Begegnungsverkehr behindert worden. Der engagierte Naturschützer Jan Behrens kann die Begründung kaum nachvollziehen: "Wenn die Samtgemeinde argumentiert, dass der Müllwagen nicht durchkommt, hätten theoretisch alle Bäume gefällt werden müssen."

Radikal anmutender Busch-Rückschnitt "Am Steinacker"
Jan Behrens
Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

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